„Räume werden durch Menschen erfüllt“

Ein Stehkaffee in den Räumlichkeiten des neuen zweiten Standorts der Katholischen Hochschule Mainz (Bingerstraße 14-16) bot Gelegenheit zum Austausch. Bischof Dr. Stephan Ackermann (r.) im Gespräch mit Rektor Prof. Dr. Martin Klose und Studierenden. (Bild: KH Mainz)

Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann hat heute den neuen zweiten Standort der Katholischen Hochschule Mainz in der Bingerstraße 14-16 eingeweiht. Die rund 920 Quadratmeter, verteilt auf neun Lehrräume werden seit Oktober für die Lehre der Fachbereiche Soziale Arbeit, Praktische Theologie und Gesundheit und Pflege genutzt. „Räume werden durch Menschen belebt und erfüllt. Daher geht es bei der Segnung der neuen Räumlichkeiten insbesondere um den Segen, der aus den Menschen erwächst, die hier lehren, studieren und arbeiten“, betonte Ackermann.

Der neue zweite Standort liegt in fußläufiger Nähe zum Hauptgebäude der KH Mainz in der Saarstraße. „Die Nähe und auch die Ausstattungsmöglichkeiten der neuen Räume passen gut zu unseren Bedarfen. Der zweite Standort ist nun sozusagen fester Bestandteil unseres Hochschullebens. Daher war es uns wichtig und es freut uns sehr, diesen heute im Rahmen des Semesterbesuchs von Bischof Dr. Ackermann einweihen und segnen zu können“, sagte Rektor Prof. Dr. Martin Klose.
Die Studierendenzahl habe mit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge seit 2008 stetig zugenommen, berichtet Klose. Zum Wintersemester 2016/17 starteten an der KH Mainz zudem zwei neue Studienangebote zu den Themen Migration und Integration. Diese Entwicklung und der mit dem Wachstum einhergehende steigende Personalbedarf hatten eine Ausweitung der Raumkapazität notwendig gemacht.

Bischof Dr. Stephan Ackermann konnte sich vor Ort nicht nur einen Eindruck von den Räumlichkeiten verschaffen, sondern auch den neuen Internationalen Bachelorstudiengang Sozialwissenschaften: Migration und Integration aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen. Lehrende und Studierende stellten das Konzept des Studiengangs vor und verdeutlichten ihre Motivation für die Wahl des Studiums. Auf die Frage nach dem besonderen Reiz des Studiengangs aus Sicht der Lehrenden antwortete Dr. Anne Sophie Krossa: „Die systematische Verbindung zwischen den Sozialwissenschaften und den Themen Migration und Integration ist ein Konzept, das mich überzeugt. Was ich persönlich zudem sehr schätze, ist die überschaubare Größe der Hochschule und damit verbunden die Möglichkeit, Studierende wirklich kennenzulernen und zu begleiten.“ Krossa hatte zum Wintersemester 2016/17 die neu geschaffene Professur für Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Makrosoziale Theorie und Empirie der Migration und Integration übernommen.

Im weiteren Gespräch betonte Bischof Dr. Stephan Ackermann die gesellschaftliche Bedeutung des neuen Studiengangs. „Die Themen Einwanderung, gesellschaftliche Pluralität, Fremdheit und Identität gewinnen massiv an Bedeutung und bringen Verunsicherungen mit sich. Die damit verbundenen Fragen und Probleme werden uns dauerhaft beschäftigen und hier haben die Studierenden ein Pfund, das sie gesellschaftlich einbringen können“, sagte Ackermann.

Die Katholische Hochschule Mainz wird von den rheinland-pfälzischen (Erz-)Bistümern Köln, Limburg, Mainz, Speyer und Trier getragen. Die Bischöfe der Trägerbistümer besuchen in regelmäßigen Abständen die Hochschule, um mit Studierenden und Mitarbeitenden Gottesdienst zu feiern und ins Gespräch zu kommen. Bischof Dr. Stephan Ackermann ist zudem Ansprechbischof der KH Mainz und begleitet in dieser Funktion die Hochschulentwicklung.