Schriftgröße A A A

"Pflegeforschung im Dialog"

Am 8. Hochschultag der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e. V. (DGP) präsentierten Masterstudierende des Fachbereichs Gesundheit und Pflege ihre Studienergebnisse.

Eva Stähling und Jan Hofmann stellten Methodik und Resultate einer Studie zum Thema „Mit Händen und Füßen. Wie Pflegende die Versorgung von Flüchtlingen erleben“ vor. (Bild: Stemmer)

8. DGP-Hochschultag mit (v. l.): Prof. Dr. Uwe Rössler (Dekan Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit), FH-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Prof. Dr. Christa Büker (FH Bielefeld), Prof. Alvisa Palese (University of Udine) und Prof. Dr. Renate Stemmer (DGP-Vorstandsvorsitzende). Foto: Detlev Grewe-König, © Ressort Hochschulkommunikation - FH Bielefeld, 10.11.2017

Der 8. Hochschultag der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft e. V. (DGP) wurde in diesem Jahr am 10. November an der Fachhochschule (FH) Bielefeld durchgeführt. Über 400 Teilnehmer/-innen, überwiegend Absolvent/-innen und Studierende pflegebezogener Studiengänge sowie ihre Dozent-/innen, nahmen teil.

Die DGP-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Renate Stemmer (Professorin für Pflegewissenschaft und Pflegemanagement an der KH Mainz) begrüßte zu einem spannenden Programm mit sechs Sessions, 18 Vorträgen und einer Präsentation von 33 Postern mit anschließender Posterpreisverleihung. Drei Preise wurden vergeben - den ersten erhielt Kerstin Banken. Sie studiert an der Katholischen Hochschule NRW. Ihr Thema: „Delir im operativen Kontext, Präventionsmöglichkeiten und Frühintervention“.

Die Katholische Hochschule Mainz war mit einem Vortrag zum Thema „Mit Händen und  Füßen. Wie Pflegende die Versorgung von Flüchtlingen erleben“ vertreten. Eva Stähling und Jan Hofmann stellten Methodik und Resultate einer Studie vor, die sie gemeinsam mit Ellen Henningsen, Sr. Lovely Mathew und Alexandra Müller-Wellensieck im Rahmen eines Moduls der Masterstudiengänge Pädagogik bzw. Management in Gesundheit und Pflege durchgeführt hatten.

„Das Themenspektrum der Tagung reicht von Perspektiven pflegerischer Tätigkeiten, Konzepten in der Pflege bis zur pflegerischen Diagnostik",  erläuterte Prof. Dr. Renate Stemmer. Zudem würden Herausforderungen an das Management sowie Belastungen in der Pflege und mögliche Lösungsansätze thematisiert. Ass.-Prof. Alvisa Palese von der University of Udine stellte in ihrem Eröffnungsvortrag Forschungsergebnisse aus Italien zur Verknüpfung von Pflegeforschung und klinischer Praxis vor.

Der 8. DGP-Hochschultag stand unter dem Motto „Pflegeforschung im Dialog“. "Damit ist gemeint, dass der Dialog zwischen Praxis und Wissenschaft stattfindet, indem auf den wechselseitigen Austausch zwischen Problemen der Praxis einerseits sowie empirisch erarbeiteten Lösungsoptionen andererseits hingewiesen wird", sagte Prof. Dr. Christa Büker, Pflegewissenschaftlerin der FH Bielefeld und Mitorganisatorin der Tagung. Büker ergänzte: „Die innerdisziplinären Diskurse stärken pflegewissenschaftliche Positionen und bilden die Grundlage für eine interdisziplinäre Bearbeitung der in den Schnittstellenbereichen verschiedener Disziplinen angesiedelten Fragestellungen.“

Die DGP will mit ihrem Hochschultag auch den wissenschaftlichen Nachwuchs ansprechen, dessen Förderung ein wichtiges Anliegen sei, betonte die DGP-Vortsandsvorsitzende Prof. Dr. Renate Stemmer. So könnten beispielsweise erste Erfahrungen bezüglich der Publikation wissenschaftlicher Erkenntnisse gesammelt werden. Die dialogischen Prozesse seien es letztlich auch, die im Rahmen des Hochschultages dazu beitragen, Netzwerkbildung aktiv zu gestalten, indem auch Gespräche und Gedankenaustausch mit eher informellem Charakter zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglich seien, berichtete Stemmer.

Der 8. DGP-Hochschultag wurde gemeinsam ausgerichtet mit der Lehreinheit Pflege und Gesundheit der FH Bielefeld und deren Institut für Bildungs- und Versorgungsforschung im Gesundheitsbereich (InBVG).