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Hintergrund

Ein Mangel an Pflege - etwa wegen zunehmenden Pflegebedarfs oder Fachkräftemangels - ist in ganz Europa und darüber hinaus ein hochrelevantes Thema. Das Problem ist komplex; die bisherigen Lösungsansätze führen nur in Teilen zum gewünschten Erfolg. Vor diesem Hintergrund wurde eine COST-Aktion ins Leben gerufen, dem Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), beigetreten ist. Das Akronym COST steht für "European Cooperation in Science and Technology". COST ist eine zwischenstaatliche Organisation und wird mit dem Ziel der Netzwerkbildung vom EU-Rahmenprogramm Horizon 2020 gefördert. Die Strategie von COST ist bottom up, d. h. die im Kontext von COST bearbeiteten Themen werden aus dem Mitgliedsländern eingebracht und nicht zentral vorgegeben. Die COST Aktion „Rationing – Missed Nursing care: An international and multidimensional problem (RANCARE)” wurde von Zypern initiiert. Insgesamt 26 europäische Länder haben ihre Teilnahme bestätigt. Jedes Land ist berechtigt, max. zwei Vertreter/innen in die Steuerungsgruppe zu entsenden. Prof. Dr. Renate Stemmer, KH Mainz, ist eine der beiden Personen, die Deutschland vertreten.

Ziel

Das Projekt ΝΜ4SAFETY ist in die COST-Aktion RANCARE eingebunden und zielt auf die Verbesserung der Qualität von Entscheidungen zum Pflegepersonaleinsatz ab, die einen Schlüsselfaktor für die Gewährleistung der Patientensicherheit bilden. Angestrebt wird eine Verbesserung des Wissens und der Kompetenzen von Pflegemanager/innen, um den Umgang mit Rationierung zu verbessern - und das in allen Settings der Pflege.

Das Projekt ist durch eine intensive Kooperation mit internationalen Partnern gekennzeichnet. Konkret erfolgt die Zusammenarbeit mit der Universita Degli Studi di Udine in Italien (Projektleitung), dem Technologiko Panepistimio Kyprou, Zypern, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Schweiz, und der Tech4care Srl, ebenfalls Italien.

Vorgehen

Zur Realisierung der genannten Zielsetzung sind folgende Maßnahmen geplant:

•    Erstellung eines Interventionspakets, welches Instrumente und Richtlinien zur Identifizierung und zum Austausch von einschlägigen Best Practice-Beispielen auf transnationaler Ebene enthält,
•    Entwicklung und Umsetzung eines Blended-Learning-Kurses, um das Wissen und die Kompetenzen von Pflegemanager/innen zu erweitern,
•    Aufbau einer Plattform für einen Blended-Learning-Kurs, der auch gegenseitiges Lernen ermöglicht (Peer-to-Peer-Learning),
•    Bewertung des entwickelten und implementierten Blended Learning Kurses sowie
•    Entwicklung eines Toolkits, das die Pflegemanager/innen in ihren Entscheidungen unterstützen soll.

Auf einen Blick

Projektleitung DeutschlandProf. Dr. Renate Stemmer, KH Mainz
ProjektkoordinationAss. Prof. Alvisa Palese, Universita Degli Studi di Udine (It)
FinanzierungEuropäische Kommission
Laufzeit2019-2021