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Forschungsdatenmanagement

Der Begriff des Forschungsdatenmanagements (FDM) umfasst sämtliche Aufgaben, die sich aus dem sog. Lebenszyklus von Daten ergeben: von der Datenerhebung in einem Forschungsprojekt über die Datenbearbeitung bzw. -analyse bis hin zur Archivierung der Forschungsdaten in dafür vorgesehenen hochschulischen Dateninfrastrukturen oder (fach-) spezifischen Repositorien:

  • Planung der Datenerhebung,
  • Erhebung und Analyse der Daten,
  • Dokumentation der Daten (Metadaten),
  • rechtssichere und forschungsethisch unbedenkliche Verwendung von Forschungsdaten,
  • Archivierung der generierten Daten,
  • nachhaltige Nutzbarmachung der Daten für nachfolgende Generationen von Forscherinnen und Forschern.

Nationale und internationale Drittmittelgeber erwarten zunehmend die Vorlage von sogenannten Datenmanagementplänen (DMP) schon bei der Beantragung von Forschungsprojekten. Die inhaltlichen Erwartungen an diese Pläne können sich fachlich bedingt zwar unterscheiden. Allen gemein sind aber folgende Zielsetzungen:

  • die Gewährleistung der Datenqualität,
  • die Nachvollziehbarkeit der Forschungsergebnisse und ihre prinzipielle Replizierbarkeit (Überprüfbarkeit),
  • die Nachnutzbarkeit der Daten in anderen, neuen Forschungskontexten.

Eine wichtige Orientierungshilfe zum Thema Forschungsdatenmanagement speziell in den Sozialwissenschaften bietet der Rat fü Sozial- und Wirtschaftsdaten:

RatSWD [Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten] (2018): Forschungsdatenmanagement in den Sozial-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften – Orientierungshilfen für die Beantragung und Begutachtung datengenerierender und datennutzender Forschungsprojekte. RatSWD Output 3 (5). Berlin, Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD). https://doi.org/10.17620/02671.7(dd.mm.yyyy).