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Austausch stärkt pflegerisches Selbstbild

Jan Junkes hat im Rahmen seines Bachelorstudiengangs im Fachbereich Gesundheit und Pflege (Wahlpflichtbereich Pädagogik) ein vierwöchiges Praktikum im Berner Bildungszentrum Pflege AG absolviert.

Was hat Sie motiviert in die Schweiz zu gehen?
Meine Motivation in die Schweiz zu gehen, kam durch einen Austausch mit einer ehemaligen Kollegin. Diese erzählte mir von dem Berner Bildungszentrum. Ich wollte mein Praktikum im Ausland absolvieren, um viele neue Eindrücke zu gewinnen und das Berner Bildungszentrum als größte höhere Fachschule mit mehr als 1400 Studierenden bot mir diese Chance.

Beschreiben Sie bitte kurz Ihre Aufgabenschwerpunkte während des Praktikums. Welche neuen Lernerfahrungen haben Sie dort gemacht?
Meine Aufgabenschwerpunkte im Praktikum lagen darin, theoretischen und praktischen Unterricht in enger Begleitung zu planen und zu hospitieren. Ich bekam die Chance, in jeden Bereich des Berner Bildungszentrum Pflege hineinzuschnuppern. So durfte ich im Learning Training and Transfer oder im Kommunikationstraining hospitieren und mir diese Lehr- und Lernmethoden anschauen.

Was hat Ihnen besonders gut an dem Praktikum gefallen. Was war besonders schön?
Besonders gut an meinem Praktikum hat mir gefallen, dass ich neue Lehrmethoden wie das Learning Training and Transfer, Kommunikationstraining und Problem based Learning kennen lernen durfte. Ein weiteres Highlite im Praktikum war der Aufenthalt in Bern selbst. Die Stadt ist sehr sehenswert. Viele kleine Gassen ziehen sich durch die Altstadt, es gibt viel zu sehen und das Berner Umland ist ebenfalls zu empfehlen.

Gab es auch Schwierigkeiten während des Praktikums, die Sie zu bewältigen hatten?
Während meines Praktikums selbst hatte ich keinerlei Schwierigkeiten mit Kollegen, Vorgesetzten oder Studierenden. Alle Personen waren freundlich und kamen auf mich zu, sodass der Start und auch die ganze Zeit des Praktikums sehr gut verliefen. 

Welche Herausforderungen mussten Sie meistern und inwiefern waren diese damit verbunden, dass Sie das Praktikum im europäischen Ausland durchgeführt haben?
Eine erste Herausforderung war es, einen Platz im Berner Bildungszentrum zu bekommen. Diese Phase dauerte ca. zwei  Monate und ich habe mit verschiedenen Personen vom Berner Bildungszentrum telefoniert, bis ich eine Zusage erhielt. Eine weitere Herausforderung war es, ein preiswertes Zimmer zu erhalten. Man sollte sich frühzeitig bemühen und verschiedene studentische Einrichtungen anfragen, um einen Platz zu bekommen.

Wie lange vorher haben Sie das Praktikum geplant?

Die Planung des Praktikums betrug ca. vier Monate, bis alles geklärt war.

Was war für Sie hilfreich bei der Bewältigung der Organisation des Praktikums?
Hilfreich war es, durch meinen ehemaligen Ausbildungsort die Kontakte zu bekommen, da wir eine Kooperation mit dem Berner Bildungszentrum haben. Darüber hinaus hat mich meine Familie in dem Planungszeitraum unterstützt.

Wenn man sich entscheidet ein Praktikum in der Schweiz zu absolvieren, sollte man sich bewusst sein, dass es ein kostenintensives Praktikum ist. Das soll aber nicht abschrecken in die Schweiz zu gehen, da man eine ganz andere Sichtweise auf den pflegerischen Beruf bekommt und an einem sehr modernen Bildungszentrum arbeitet. Das Bildungszentrum Pflege in Bern bietet einem in dem Praktikum sehr viele Möglichkeiten sich mit dem späteren Berufsbild als Praxisanleiter/-in oder Lehrperson auseinanderzusetzen. Dabei wird man zu jeder Zeit von seinen Mentoren unterstützt.

Wenn Sie für Ihr durchgeführtes Praktikum ein Motto festlegen sollten, welches wäre das?
Mein Motto wäre „Interdisziplinarität“, da ich diesen Austausch über die Grenze hinweg als sehr fördernd und sinnvoll halte. Durch den regen Austausch mit den Kollegen aus der Schweiz bin ich in meinem pflegerischen Selbstbild gestärkt und werde versuchen in meinem pflegerischen Handeln ein „Stück Schweiz/Bern“ einzubauen.

Blick auf Bern. © Junkes