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Solidarität mit der Urkraine und den ukrainischen Hochschulen

© KH Mainz

Die Lage der Menschen vor Ort und die Umsetzung von Unterstützungs- und Studienangeboten für Geflüchtete ist ein zentrales und bewegendes Thema für alle Hochschulen im Land. Auch die KH Mainz pflegt mit der Ukrainian Catholic University in Lviv partnerschaftliche Verbindungen zur Ukraine.

Die Ukrainian Catholic University in Lviv (Lemberg), knapp 100 km hinter der polnischen Grenze in der Westukraine gelegen, ist eine der internationalen Partnerhochschulen der Katholischen Hochschule Mainz. „Die Mitglieder unserer Hochschule sind fassungslos und entsetzt über den Überfall der Ukraine, einem souveränen Staat Europas, durch russische Truppen. Wir denken in großer Sorge an die Menschen vor Ort, insbesondere auch an die Studierenden, Kolleg*innen und Familien unserer Partner der Ukrainian Catholic University in Lviv“, sagte Rektor Prof. Dr. Ulrich Papenkort und teilte damit zugleich die Positionierung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sowie das Statement der International Federation of Catholic Universities (IFCU), der die KH Mainz seit 2016 angehört.

⇒ Stellungnahme der HRK vom 24.02.2022

⇒ weitere Informationen der HRK zu den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf das Hochschulssystem und die Wissenschaft

⇒ Statement der International Federation of Catholic Universities (IFCU)

Unterstützungs- und Studienangebote der KH Mainz für Geflüchtete

Um geflüchteten Menschen eine Perspektive zu bieten und den Einstieg in ein Studium in Deutschland zu erleichtern, bietet die KH Mainz bereits seit 2016 spezielle Welcome-Programme an. Neben der Option sich regulär in ein Studium einzuschreiben, ermöglicht ein Gast- oder Kontaktstudium, an eine akademische Ausbildung anzuknüpfen und die deutsche Hochschullandschaft kennenzulernen. Das Welcome-Projekt steht natürlich auch allen ukrainischen Geflüchteten, die an einem Studium in Deutschland interessiert sind, offen. ⇒ Welcome-Projekt KH Mainz

Für Studierende, Lehrende und Forschende aus der Ukraine haben die Mitarbeiterinnen des International Office hilfreiche Informationen zusammengestellt und stehen als Ansprechpartner*innen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

  • Gastforschungsprogramm der Volkswagenstiftung ⇒für geflohene ukrainische Wissenschaftler*innen: Wissenschaftler*innen, die durch die Invasion russischer Truppen gezwungen sind, die Ukraine zu verlassen, können Fördermittel von der Volkswagen Stiftung erhalten, um ihre Tätigkeit an einer Universität oder einem Forschungsinstitut in Deutschland fortzusetzen.
  • Students at Risk - Hilde Domin-Programm: Das ⇒ Hilde Domin-Programm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes soll weltweit gefährdete Studierende sowie Doktorand*innen unterstützen, denen in ihrem Herkunftsland formal oder de facto das Recht auf Bildung verweigert wird.
  • DAAD: Unterstützung und Hilfsangebote für ukrainische Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
  • Hildegardis-Verein Soforthilfe für geflüchtete Studentinnen. Der Verein vergibt zinslose Darlehen im Gesamtvolumen von 50.000 Euro an aus der Ukraine geflüchtete Frauen, die in Deutschland oder von Deutschland aus studieren. Mehr erfahren Sie unter https://www.hildegardis-verein.de/ukraine-soforthilfe.html.

In den Projekten des Aufrufs 2021 ist es ab sofort möglich, ausnahmsweise Incoming-Studierende und Hochschulpersonal aus der Ukraine im Rahmen der bestehenden Zuwendung zu fördern und finanziell zu unterstützen.
Dabei werden die geförderten Studierenden mit dem für Deutschland als Zielland geltenden Fördersatz in KA107 zzgl. des Top Ups für soziale Teilhabe gefördert. Die maximale Förderdauer beträgt 12 Monate je Studienabschnitt. Hochschulmitarbeitende erhalten ebenfalls die für Deutschland geltenden Sätze für bis zu 30 Tage. Eine weitere Erleichterung ist, dass für diese Förderung alle Vereinbarungen nur zwischen der deutschen, aufnehmenden Hochschule und den Geförderten abzuschließen sind.

Geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer können an der vhs Mainz Deutschkurse – Integrationskurse, gefördert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) –  besuchen. Integrationskurse sind für Personen aus der Ukraine kostenlos.

Voraussetzung für den Besuch eines Integrationskurses ist ein Aufenthaltstitel (gem. § 24 AufenthG) oder eine sog. Fiktionsbescheinigung. Sobald ein Aufenthaltstitel oder eine Fiktionsbescheinigung vorliegt, hilft die vhs Mainz gerne, eine Berechtigung für einen Integrationskurs zu beantragen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

In Zusammenarbeit mit Lehrkräften und ukrainischen Muttersprachlern wurde ein Lernheft entwickelt, das ukrainischen Geflüchteten die Grundzüge der deutsche Sprache leicht verständlich und übersichtlich näher bringen soll. Neben den exakten Übersetzungen werden die Inhalte auch in der Lautschrift dargestellt, sodass es leichter fällt, die deutsche Aussprache zu verstehen.

Das Lernheft finden Sie hier.

Private Unterkünfte ⇒ deutschlandweit

Private Unterkünfte in ⇒ Rheinland-Pfalz

Kommunale Unterkünfte in ⇒ Mainz

⇒ Hilfsportal für Geflüchtete in Deutschland

⇒ Flüchtlingskoordination der Landeshauptstadt Mainz

• Wichtige Informationen zur Einreise und zum Aufenthalt für Menschen aus der Ukraine bei ⇒ Handbook Germany

⇒ Netzwerk für ukrainische Wissenschaftler*innen

⇒ DAAD Informationen für Studierende und Wissenschaftler*innen

• Helfen in Mainz: Spenden, ehrenamtliche Hilfe, Wohnraum

• Private Unterkünfte in Mainz melden unter fluechtlingskoordination[at]stadt.mainz(dot)de

• Helfen in Rheinland-Pfalz: Ehrenamtsbörsen und Freiwilligenagenturen z.B. Sprachvermittlung, Fahrdienste, Freizeitaktivitäten

Der Verlag Reise-Know-How hilft mit dem Buch "Ukrainisch - Wort für Wort" bei der Kommunikation mit Geflüchteten. Diese E-Book-Aktion gibt es im Rahmen der Solidaritätsaktion „Miteinander reden hilft“ für begrenzte Zeit. 

Katrin Schneider M.A.
Management Internationales
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+49 6131 28944-350
Raum Haus 1, 2.OG
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