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Sabine Glanz und Nikolaus Meyer - wissenschaftliche Mitarbeiter im Projekt OLE

Als wissenschaftliche Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Verbesserung der Versorgungsqualität in Einrichtungen der stationären Altenhilfe durch organisationales Lernen (OLE)“ haben wir, Sabine Glanz und Nikolaus Meyer, Mitte Februar an der Katholischen Hochschule begonnen. In diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Projekt untersuchen wir gemeinsam mit der Hochschule München und in Kooperation mit der Goethe-Universität in Frankfurt am Main Möglichkeiten zur Erhöhung von Selbständigkeit und Autonomie der Bewohnerinnen und Bewohner in stationären Altenhilfeeinrichtungen.


Sabine Glanz

„Als Mitarbeiterin ist mir die KH neu, aber als Studentin war sie mir sehr vertraut.“ Mit diesem Gefühl habe ich meine Tätigkeit an der Katholischen Hochschule begonnen. Ich bin Dipl.-Pflegepädagogin und Krankenhausbetriebswirtin und seit mehr als zwölf Jahren in der Erwachsenenbildung tätig. Nach dem Studium war ich als Stabsstelle der Pflegedirektion in einem Akutkrankenhaus beschäftigt. Meine Aufgaben dort waren die Mitverantwortung bei der Gesamtorganisation des Fortbildungsbereiches für alle Berufsgruppen im Klinikum und externe Kunden, sowie die wirtschaftliche, organisatorische Vorbereitung von Fachveranstaltungen und die eigenständige Durchführung von Seminaren und Kurzveranstaltungen. Darüber hinaus gehörten u.a. Konzeptentwicklungen, Projektleitungen, Prozessbegleitungen, Personalentwicklung und Coaching zu meinen Aufgaben.

Die Denkweise, Menschen in ihren Kompetenzen und Ressourcen in ihrem System und ihren Kontexten zu sehen und zu stärken, ist mir sehr vertraut. Hier liegt für mich auch das besondere in dem Projekt OLE. Eine Organisation bei den Lernprozessen zu begleiten und beraten und dieses durch die Forschungsarbeit zu begreifen, ist eine unglaubliche Chance für mich persönlich wie für die Praxis.

 

Nikolaus Meyer

Gemeinsam mit meiner Kollegin Sabine Glanz habe ich am 16. Februar 2016 am Fachbereich Gesundheit und Pflege der Katholischen Hochschule begonnen. Ich habe zuvor an der Goethe-Universität Erziehungswissenschaften, Soziologie, Didaktik der Fort- und Weiterbildung sowie Psychologie studiert und schloss 2010 als Diplom-Pädagoge ab. Zwischen 2010 und 2013 arbeitete ich am Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung der Goethe-Universität und war Stipendiat der FAZIT-Stiftung. Im Anschluss übernahm ich an der Ketteler-La Roche-Schule in Oberursel, einer Fachschule für Sozialwesen, eine Stelle als Dozent in den Bereichen Sozial- und Medienpädagogik. Parallel leitete ich Seminare an verschiedenen Hochschulstandorten, u.a. an der Katholischen Hochschule Mainz (quantitative und qualitative Methoden), an der Frankfurt University of Applied Sciences (wissenschaftliches Arbeiten) sowie an der Goethe-Universität (Sozialpädagogisches Fallverstehen, Arbeit mit alten Menschen).

Bereits 2011 begann ich die Arbeit an meiner qualitativ ausgerichteten Promotion, die zwei Berufsgruppen (Erwachsenenpädagogen und Journalisten) vor dem Hintergrund der so genannten Wissensgesellschaft untersucht. Die von Prof. Dr. Dieter Nittel am Institut für Sozialpädagogik & Erwachsenenbildung sowie von Frau Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink am Institut für Soziologie der Goethe-Universität betreute Arbeit habe ich zu Beginn des Jahres eingereicht und werde sie im Frühsommer verteidigen. In diesem Rahmen forschte ich quantitativ und qualitativ zu professionstheoretischen Fragestellungen verschiedener pädagogischer Berufsgruppen, erziehungswissenschaftlicher Raumtheorie sowie Sozialpädagogik und Alter.

Das besondere an dem Forschungsprojekt ist die interdisziplinäre Perspektive – einerseits in der theoretischen Konzeption und andererseits durch unsere verschiedenen Bildungs- und Berufswege. Besonders auch die enge Anbindung an Projektleiterin Prof. Dr. Renate Stemmer ermöglicht als Team eine gemeinsame Beantwortung der komplexen Fragestellungen, die damit ein für die Praxis fundiertes und „lebbares“ Ergebnis ermöglicht. Die ersten Wochen haben uns außerdem bereits gezeigt, was für ein tolles Klima an der Katholischen Hochschule unter den Kolleginnen und Kollegen sowie den Studierenden herrscht. Wir freuen uns daher auf die Arbeit in den kommenden drei Jahren an der Katholischen Hochschule!

 

von Sabine Glanz und Nikolaus Meyer | Bilder: Glanz, Meyer