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Matthias Lutz-Kopp - wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt shalk

Seit Februar dieses Jahres bin ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt shalk tätig. Ziel des Projektes ist es, die Lebensqualität der von Aphasie betroffenen Menschen und deren Angehörigen durch eine neuartige Form der Selbsthilfearbeit zu steigern.

Ursprünglich komme ich aus Wiesbaden, wo ich mittlerweile auch wieder wohne. Nach dem Zivildienst in der ambulanten Altenpflege hat es mich nach Köln gezogen, wo ich zehn Jahre gelebt habe. Dort war ich lange als Application Support Engineer in einer Firma für Online Befragungen im Bereich Enterprise Feedback Management tätig. In Köln habe ich auch mein Magister-Studium begonnen, mit Soziologie im Hauptfach und Philosophie und Anglistik in den Nebenfächern. Zum Hauptstudium habe ich mich jedoch entschieden, an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu wechseln. Die Ausrichtung des hiesigen Curriculums, mit einem stärker qualitativen Schwerpunkt, sagte mir mehr zu. Bereits während des Studiums in Mainz habe ich am Institut für Soziologie als studentische Hilfskraft gearbeitet und war dort auch nach meinem Abschluss noch zwei Jahre in verschiedenen empirischen Projekten tätig.

Mein Hauptinteresse galt schon als Student der soziologischen Forschung im Bereich Gesundheit/Krankheit und biografischer Erzählungen in diesem Kontext. Insbesondere die Gegenüberstellung von subjektiven Sichtweisen Betroffener auf das eigene Befinden und ätiologischen Modellen finde ich äußerst spannend. In meiner empirischen Abschlussarbeit zum Magister Artium habe ich dann Krankheitstheorien in Lebenserzählungen Psychiatrieerfahrener untersucht. Es freut mich besonders, dass sich aus dieser Arbeit noch ein Fachaufsatz entwickelt hat. So schreibt man doch nicht nur für Prüfer und Archive.

Das shalk-Projekt hat mich sowohl inhaltlich als auch methodisch sofort begeistert. Unser Team setzt sich aus verschiedenen Arbeitsbereichen zusammen und der interdisziplinäre Austausch ist spannend und lehrreich. Auch dadurch, dass shalk einen starken Praxisbezug hat, macht mir die Arbeit bisher viel Spaß.

Über unser Team hinaus konnte ich schon einige weitere Mitarbeiter/-innen der Katholischen Hochschule kennenlernen, deren Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft mir die Eingewöhnung leicht gemacht haben. Ich freue mich, die nächsten Jahre dabei zu sein!

von Matthias Lutz-Kopp | Bild: Lutz-Kopp