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Auftaktveranstaltung des Forschungsprojekts „shalk"

Prof.in Dr. Sabine Corsten bei der Vorstellung des Projekts "shalk" im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 08.07.2016.

Es handelt sich um ein Verbundprojekt der Katholischen Hochschule Mainz und der Hochschule Fresenius Idstein, das unter der Koordination von Prof.in Dr. Sabine Corsten, KH Mainz, Fachbereich Gesundheit und Pflege, durchgeführt wird. Die Projektleitung an der Hochschule Fresenius hat Prof.in Dr. Norina Lauer inne. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit einer Laufzeit von Februar 2016 bis Februar 2019 im Rahmen der Förderlinie „SILQUA-FH“ des Programms „Forschung an Fachhochschulen“ mit rund 500.000 Euro.

Ziel des Projekts ist es, durch eine modifizierte Selbsthilfearbeit Lebensqualität und Teilhabe von Menschen mit neurologischer Sprachstörung (Aphasie) und ihren Angehörigen zu verbessern. Konkret wird angestrebt, dass Betroffene, anders als bislang üblich in diesem Bereich, eigenverantwortlich Selbsthilfegruppen aufbauen, leiten oder andere organisatorische Aufgaben in der Selbsthilfe übernehmen. Dazu werden eine Schulung, angepasst an die sprachlichen Fähigkeiten, und eine anschließende Begleitphase konzeptioniert. So sollen stark therapeutisch-professionell unterstützte Aphasie-Selbsthilfegruppen sukzessive abgelöst werden. Mit einem parallelen Unterstützungsangebot für Angehörige erfolgt überdies erstmals die konsequente Verknüpfung von Selbsthilfe für Betroffene mit einem Angehörigenangebot. In shalk werden sprachtherapeutische Expertise und sozialwissenschaftliche sowie pädagogische Erkenntnisse systematisch zusammengeführt, um ein interdisziplinäres, teilnehmerorientiertes Lernangebot für Menschen mit Aphasie zu schaffen. Damit findet erstmalig die Konzeption und Überprüfung einer individualgerechten Anleitung zur eigenverantwortlichen Selbsthilfegruppenarbeit statt.

Zu der Auftaktveranstaltung erschienen neben vielen anderen Gästen auch zahlreiche Kooperationspartner/-innen des Projekts. So konnten u.a. Dagmar Amslinger, die Bundesgeschäftsführerin des Bundesverbands für die Rehabilitation der Aphasiker, Dr. Heiko Rodenwaldt, 1. Vorsitzender des Landesverbands Aphasie Rheinland-Pfalz und Thomas Hupp, Geschäftsführer des Zentrums für Aphasie & Schlaganfall Unterfranken begrüßt werden.

Im Anschluss an das Grußwort durch den Rektor der KH Mainz, Prof. Dr. Martin Klose, stellten Prof.in. Dr. Sabine Corsten und Prof.in. Dr. Norina Lauer das Projekt vor und luden Betroffene wie Angehörige zur Teilnahme ein. Während der anschließenden Podiumsdiskussion unter der Leitung einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Projekts, Claudia Bieber, mit Vertretern von Selbsthilfegruppen, Angehörigen und Therapeutinnen wurden der Nutzen der Selbsthilfe aber auch die damit verbundenen Herausforderungen deutlich. Erwartungen an das Projekt wurden formuliert. So wurde die Akquise neuer Teilnehmer/-innen für Selbsthilfegruppen zum Ausschöpfen des Selbsthilfepotentials thematisiert. Die Entwicklung eines Angehörigenangebots wurde nachdrücklich begrüßt. Auch die Kooperationspartner/-innen des Projekts diskutierten eifrig mit und sicherten ihre Unterstützung zu. Einen gemütlichen Ausklang fand die Veranstaltung bei Wein und Brezeln.

von Prof.in Dr. Sabine Corsten | Bild: KH Mainz