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"Seht, da ist der Mensch"

Studierende des Fachbereichs Praktische Theologie am Stand der Hochschulen Eichstätt, Benediktbeuern, Paderborn und Mainz auf der Katholikentagsmeile.

Vom 25. bis 29. Mai nahmen sieben Studierende sowie die beiden Kollegen Prof. Dr. Peter Kohlgraf und Prof. Dr. Werner Müller-Geib am Katholikentag in Leipzig teil. Untergebracht waren wir in der Apollonia von Wiedebach Schule „in Bodenhaltung“ (Klassenraum, Luftmatratze, Schlafsack). Dieser Standort stellte sich schnell als günstig gelegen heraus. Überhaupt: schon beispielsweise bei Fragen in der Bahn, „wo denn am besten aussteigen“, erfuhren wir die Leipziger/-innen als spontane hilfsbereite Menschen und auch bei anderen Anliegen trafen wir auf sehr freundliche und aufgeschlossene Einheimische. Schüler/-innen der Wiedebach–Schule hatten an dem ihrer Gastfreundschaft geschuldeten „schulfreien“ Freitag Kuchen gebacken und boten viele leckere Dinge zum Frühstück an.

Nur eine kurze Anfahrt hatten wir zur Katholikentagsmeile, wo wir den gemeinsamen Stand der vier religionspädagogischen / praktisch-theologischen Fachbereiche unterhielten. Wir wechselten in Schichten, in denen jeweils Studierende und Lehrende aus zwei Studienorten gemeinsame Ansprechpartner waren. Angebote mussten jeweils zeitlich knapp bemessen sein, um dem Laufpublikum gerecht werden zu können. Kurze, gemeinschaftsfördernde Spielsequenzen bildeten daher das wichtigste Angebot, oder auch Antworten auf einzelne Punkte in den Flyern.

Die aufgeteilten Präsenzdienste sollten auch ermöglichen, eigene Programmpunkte an diversen Orten der Stadt anzusteuern. Erster Höhepunkt: der abendliche Fronleichnamszug, das „Light of Christ“ am Augustusplatz. Als Stationenweg feierten Tausende auf diesem Platz zwischen Alter Oper, der wieder aufgebauten Universitätskirche St. Nikolai und dem Gewandhaus. Eindrücke der Studierenden:

  • „...eine besondere Atmosphäre, …es war etwas Anderes und ein schöner, besinnlicher Ausklang am Abend.“
  • „...für mich ein wenig der eigentliche Beginn des Katholikentages und mit so vielen Menschen mal was ganz anderes.“

Als Erfolg erwies sich das neue Konzept der Fachbereiche, gemeinsam den Stand zu betreiben. Kommentare der beteiligten Studierenden:

„Die vier Fachbereiche aus den verschiedenen Städten...

  • „…hatten gute Gelegenheit zum Austausch und es gab schöne Gespräche.“
  • „…haben zu einem regen Austausch untereinander und einer Menge Spaß während den Standdiensten beigetragen.“
  • „…ergänzen sich sehr gut.“
  • „…wurden bereichert mit Austauschgesprächen aber auch geschlossenen Freundschaften!“

Gedankensplitter der Teilnehmenden aus diversen Foren und Diskussionen:

  • „ …dass in der tiefsten Diaspora der Glaube umso intensiver und überzeugter gelebt wird als "bei uns im Süd-Westen" und die Gläubigen trotz allem ihre Hoffnung und Motivation nicht aufgeben.“ (nach einer Diskussion über Katholische Schulen in Sachsen/Ostdeutschland)
  • „…da es mein erster Katholikentag war, auf jeden Fall die Motivation auch zu weiteren zu fahren; zudem das Wissen wie vielseitig die Landschaft der Kirche ist und dass es eigentlich nichts gibt, das es nicht gibt.“
  • „…immer wieder gerne hinfahren, egal wo der Katholikentag stattfindet! Es sind die vielen individuellen Begegnungen und Erlebnisse, die einen beeindrucken und am Ende schwer in Worte zu fassen sind. Eine Masse an Katholiken regt auch die Diaspora an nachzudenken. Auch wenn man in der Straßenbahn angeschaut wird und sich die Leute über die vielen Menschen mit den grünen Schals unterhalten, hat man etwas bewegt. Schon alleine das Reden darüber zeigt es!“
  •  „...Begegnungen am Rande führten zu den spannendsten Gesprächen, mal mit einem Bischof oder völlig Fremden.“

Abschließendes Lob an die gastgebende Stadt Leipzig:

  • „...hat mir erstaunlich gut gefallen, besonders auch die Offenheit der Menschen (wenn man in der Bahn nicht weiter wusste...) und die schöne Innenstadt.“
  • „...war eine super Kulisse für so ein Großereignis und hat gezeigt, dass man nicht katholisch sein muss, um sich für einen Katholikentag zu interessieren.“
  • „...konnte den Katholikentag infrastrukturell verkraften und liegt in einem sehr interessanten, da unkirchlichen Gebiet.“
  • „...einfach nur super! Kulturell geprägt und auch das konnte man nebenbei erkunden: z.B. Völkerschlachtdenkmal oder den Zoo.“

 

von Studierenden des Fachbereichs Praktische Theologie und Prof. Dr. Werner Müller-Geib | Bild: Müller-Geib