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Wie resilient sind Sie?

Resilienz meint die Fähigkeit, mit Herausforderungen umzugehen und sie durch Rückgriff auf persönliche Stärken für eine positive Entwicklung nutzen zu können. So wurde das Projekt shalk - Selbsthilfegruppenarbeit bei Aphasie zur Steigerung der Lebensqualität und Kompetenz am Stand vorgestellt, das an der Katholischen Hochschule angesiedelt ist. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt zielt darauf ab, die Selbsthilfearbeit im Bereich neurologischer Sprachstörungen (Aphasien) weiter auszubauen. Dazu werden u.a. Schulungen angeboten, die Betroffene zum eigenständigen Aufbau und zur Leitung von Selbsthilfegruppen anleiten. Mittels sinnhafter, verantwortungsvoller Teilhabe in Selbsthilfegruppen soll das Wohlbefinden von Menschen mit Aphasien verbessert werden.

Ziel und Inhalte von shalk wurden mit verschiedenen Angeboten vermittelt. So hatten die Standbesucher/-innen die Gelegenheit, ihre eigenen Stärken in einem Test zur Resilienz zu erproben, woraus sich spannende Diskussionen entwickelten. Zudem konnten im Selbstversuch Erfahrungen dazu gesammelt werden, mit einer neurologischen Sprachstörung zu kommunizieren. Es sollten etwa Begriffe umschrieben werden, ohne das eigentliche Zielwort zu benutzen. Auch hier wurde rege diskutiert und nachgefragt. Prof.in Dr. Sabine Corsten konnte das Projekt mit einem Vortrag zudem innerhalb des Rahmenprogramms im Theater vorstellen.

Des Weiteren wurde der Umgang mit physiologischen Veränderungen während der Schwangerschaft am Stand thematisiert. Auch hier wurde der Blick wieder auf Stärken und erfolgreiche Strategien gelenkt. Mittels Ratespielen und Fragebogenaktionen wurde vermittelt, wie das Resilienzerleben reflektiert und beeinflusst werden kann. So konnten sich auch Kinder dem Thema spielerisch nähern.

Alle Standbesucher/-innen wirkten an einer Collage zum Thema „Was hält mich gesund?“ mit. Dabei sind die unterschiedlichsten Ressourcen und Strategien sichtbar geworden, von „sich gesund ernähren“ bis hin zu „Freundschaft und Liebe“.

von Prof.in Dr. Sabine Corsten | Bild: KH Mainz