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Hochschulische Qualifizierung in der Pflege – Chancen, Herausforderungen, Best-Practice-Modelle

...so lautete das Motto des 1. Kongresses des Verbandes der Pflegedirektor/-innen der Unikliniken in Deutschland, an dem Studierende der KH Mainz teilnahmen.

Studierende des Bachelorstudiengangs Gesundheit und Pflege nahmen am 1. Kongress der Pflegedirektoren an Universitätskliniken in Deutschland (VPU) teil. © VPU e.V.

Vom 15. bis 16.11.2019 diskutierten in Berlin internationale und nationale Expert/-innen in Vorträgen, Postern und Symposien den Einsatz von hochschulisch qualifizierten Pflegefachpersonen in der patientennahen Versorgung und dessen Bedeutung für die Patientensicherheit. Mittendrin zwei Studierende des Bachelorstudienganges Gesundheit und Pflege der Katholischen Hochschule Mainz.

Clara Rottier aus dem Universitätsklinikum Bonn berichtete im Symposium III: „Studiert und nun? Wie gelingt der Start in die Praxis nach dem Studium“ wie sie ihre Rolle im Stationsteam fand und wie es ihr mit Unterstützung des Pflegemanagements sowie pflegewissenschaftlichen Vertreter-/innen gelang, weiterführende Aufgabe zu identifizieren und zu übernehmen.

Die Kernaussagen des Symposium III lauten:
- Wenn beruflich qualifizierte Pflegende den Mehrwert selbst erfahren, der sich durch die wissenschaftliche Herangehensweise an Problemstellungen ergibt, erhöht dies die Akzeptanz der hochschulisch qualifizierten Pflegenden.
- Um einen Platz für bachelorstudierte Pflegende in einem Klinikum zu finden, müssen Pflegemanagement und Studierende das gemeinsame Gespräch suchen.  
- Während jungen Studierenden der rote Teppich ausgebreitet wird, sollte keinesfalls vergessen werden, dreijährig examinierten Pflegenden mit viel Erfahrung und großer fachlicher Expertise hohe Wertschätzung entgegen zu bringen.

Mara Palmer ebenfalls Studierende des Bachelorstudienganges Gesundheit und Pflege der Katholischen Hochschule Mainz und im Universitätsklinikum Bonn tätig, referierte im Symposium IV: „Intraprofessionelle Zusammenarbeit“ zu ihren Erfahrungen im Rahmen des dualen Studiums. Für sie haben sich die A-Modulprüfungen als besonders wertvoll für die Akzeptanz von studierenden Pflegepersonen erwiesen. Dies zeigte sich besonders dann, wenn beispielsweise durchgeführte Pflegeanamnesen und Beratungsgespräche als hilfreich von Patient/-innen empfunden wurden und die Pflegefachpersonen eine Entlastung ihrer Arbeit erfuhren.

Häufiger bekam sie in ihren Einsätzen als Auszubildende rückgemeldet, dass sie viel mehr hinterfrage als andere Auszubildende. Nachfolgenden Studierenden rät sie einerseits selbstbewusst aufzutreten und sich die Unterstützung des Arbeitgebers einzufordern und andererseits erfahrenen und fachweitergebildeten Pflegepersonen wertschätzend entgegen zu treten.