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Studieninhalte und Ziele

Die zu erwerbenden theologischen Qualifikationen für den Beruf der Gemeindereferentin/ des Gemeindereferenten befähigen dazu:

• den eigenen Glauben zu versprachlichen, Antworten zu begründen und weiterzugeben

• eine eigene berufliche Identität zu finden

• in Seelsorgseinheiten eigenständig und verantwortlich Aufgaben in Zusammenarbeit und
  Absprache erfüllen zu können

• im Lebensraum Schule religionspädagogisch und pastoral tätig zu sein

• sich in kirchlichen Organisationsformen aktiv und gestaltend einzubringen

• und dabei zentrale humanwissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen

 

Zu erwerbende Kompetenzen im Studiengang Praktische Theologie

6 Bereiche gliedern den Aufbau des Studiengangs. Übergreifend lassen sich die Kompetenzen, die die Studierenden erwerben, als Fach‐, Methoden‐, Lern‐ und soziale Kompetenzen/Schlüsselkompetenzen beschreiben:

‐ im Bereich 1 die Integration von Fach‐ und Methodenkompetenz, sowie Selbst‐ und Sozialkompetenz
‐ in den Bereichen 2‐4 und 6 darüber hinaus eine wissenschaftlich‐theologische Fachkompetenz und spirituelle Kompetenz
‐ im Bereich 5 eine integrierende Kompetenz (durch Praktika und Erwerb berufsbezogener Identität und berufsorientierter spirituellen Bildung)

Die Studierenden erwerben in diesen 6 Bereichen grundlegende Fachkenntnisse zentraler theologischer und humanwissenschaftlicher Disziplinen. Diese fachliche Kompetenz umfasst sowohl einen Einblick in die größeren Zusammenhänge der jeweiligen Fachdisziplinen als auch die Vertiefung anhand ausgewählter praxisrelevanter Schwerpunkte. Sie ist die Grundlage, auf der als Schlüsselqualifikation eine religiöse Sprachfähigkeit (Sprachkompetenz) aufbaut, die für Theolog(inn)en unverzichtbar ist, wenn sie Gemeindemitgliedern Rede und Antwort stehen wollen und in katechetischen, schulischen oder erwachsenenbildnerischen Projekten eingebunden sind. Die Studierenden üben sich so in religiösen Sprachspielen ein und erwerben die Fähigkeit, Glaubensinhalte auf elementare Weise auszusagen und angesichts verschiedenster Zielgruppen (Alter, Milieu, ...) adressatengerecht zu sprechen. Solche Sprachkompetenz speist sich aus einer reflektierten Sozial‐, Personal‐ und Methodenkompetenz.

Notwendiges Fundament für adressatengerechtes Handeln ist die Fähigkeit, die Voraussetzungen der Adressaten im gesellschaftlichen Kontext zu sehen, sie angemessen zu beurteilen und situationsgerecht darauf zu reagieren (analytische Kompetenz). Die Studierenden müssen sich deswegen mit den Anforderungen der Klientel und mit zielgruppenspezifischen Konzepten auseinander setzen.

Für die vielfältigen Berufssituationen benötigen die späteren Gemeindereferent(inn)en methodische und mediale Kompetenzen (v.a. Module im 1. Bereich). Sie sind zu ergänzen durch eine ästhetische Kompetenz (als Teil der Methoden‐, Medien‐ und Selbstkompetenz), die die Wahrnehmung der Studierenden schärft, ihr kreatives Potential fördert und eine reflexiv kritische Sichtweise ermöglicht.

Als zukünftige kirchliche Mitarbeiter müssen die Studierenden die Besonderheiten ihrer Berufssituation reflektieren und sich eine berufliche Identität erarbeiten (v.a. Module, die durch die Leitung des Praxisreferates betreut werden). Diese Institutionenkompetenz muss ergänzt werden durch eine spirituelle Kompetenz (vgl. Module zur Spiritualität).