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„Feueralarm, nicht Feieralarm“…

Riga-Exkursion des Fachbereichs Soziale Arbeit und Sozialwissenschaften

Besuch der Partneruniversität Riga Stradins University.

Besuch beim Dzimba-Präventionsprojekt des Centrs Dardedze.

Gesprächsrunde mit Sr. Hannah über das Engagement in der Frauengefängnisseelsorge. (Bilder: © Hassemer / Rieke)

„Feueralarm, nicht Feieralarm“…so lautete die whats app –Benachrichtigung der Studierenden in einer denkwürdigen Nacht. Ein Feueralarm trieb nach Mitternacht alle verschlafenen Gäste ins Foyer des Hotels Riga Altstadt. Die Aufregung konnte zum Glück als Fehlalarm entkräftet werden. Tatsächlich blieb dieser nächtliche Zwischenfall die einzige Verunsicherung auf der fünftägigen Exkursion des Fachbereichs Soziale Arbeit und Sozialwissenschaften der KH Mainz zur Riga Stradins Universität.

Vom 27.11. bis 01.12.2018 erlebten zum siebten Mal Studierende und Lehrende den Studiengang Soziale Arbeit und  innovative Praxisprojekte. Im Rahmen eines gemeinsamen Seminares mit lettischen Studierenden wurden in corner labs Handlungsfelder Sozialer Arbeit vorgestellt und diskutiert. Bei den Besuchen von diversen Praxisprojekten wurde das Dzimba-Präventionsprojekt des Centrs Dardedze gegen sexuelle Gewalt als besonders eindrucksvoll und nachahmenswert erlebt: Kindergartenschüler/-innen und Grundschüler/-innen machen sich dabei auf eine Reise in Dzimbas Welt und bekommen spielerisch wertvolle Informationen zum Umgang mit Intimität, Grenzen und Grenzübergriffen. „Reisetermine“ in diese wundervoll gestaltete und konzeptionell  gut durchdachte Dzimba-Welt sind auf lange Sicht ausgebucht.

Intensiv für alle Beteiligten war ebenfalls eine Gesprächsrunde mit Sr. Hannah, einer Ordensschwester der Schwestern von Bethanien, die über das Engagement in der Frauengefängnisseelsorge berichtete.

Lettland spiegelt  mit seinen engagierten Initiativen viel Aufbruch  und Neubeginn durch die noch junge Europamitgliedschaft. Andererseits sind allerorts noch Spuren der Okkupationszeit und der darin herrschenden Härte zu spüren. Eine eindrucksvolle Erfahrung für alle Beteiligten und immer wieder eine Exkursion wert.