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Bachelor-Studierende

Beratung zum studienintegrierten Praktikum

Das studienintegrierte Praktikum dient der Umsetzung des theoretischen Wissens, welches Sie bis zu diesem Zeitpunkt erlangt haben. Darüber hinaus ermöglicht es die Herausbildung professioneller Kompetenzen im geschützten Rahmen unter fachlicher Anleitung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen und bildet die Grundlage zur Vergabe der staatlichen Anerkennung.

Dabei stehen sich in unserem Verständnis die beiden Lernorte Hochschule und Praxis ergänzend nebeneinander.

Im Vorfeld bietet Ihnen das Praxisreferat individuelle Beratungsgespräche an, deren Inhalt zur Klarheit über die unterschiedlichen Arbeitsfelder Sozialer Arbeit beiträgt und jeweils mögliche Lernerfahrungen in Ihrem Praktikum thematisiert.

Praktikum - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Warum muss ich ein Praktikum absolvieren? 

Auch wenn die Hochschule das Praktikum als sehr wichtige Erfahrung auf dem Weg  zur Sozialarbeiterin/ zum Sozialarbeiter erachtet mache ich mein Praktikum nicht nur der Hochschule zu liebe. Mit der verbindlichen Koppelung des Praktikums an das Studium der Sozialen Arbeit bekomme ich auch mit erfolgreichem Abschluss meines Studiums, nach Antrag, die staatliche Anerkennung als SozialarbeiterIn.

Die staatliche Anerkennung ist die Voraussetzung dafür, dass ich in bestimmten Bereichen der Sozialen Arbeit tätig sein darf.

2. Wie lange dauert mein Praktikum?

Das Praktikum umfasst 150 volle Arbeitstage. Arbeitstage sind all die Tage, an denen ich auch arbeite. Tage an denen die Einrichtung geschlossen ist können dementsprechend keine Arbeitstage sein. Arbeitstage unterscheiden sich also von Kalendertagen und können mit diesen nicht gleichgesetzt werden. Wenn ich also wissen will bis zu welchem Datum mein Praktikum abgeschlossen ist, darf ich nur die Tage im Kalender zählen, an denen ich auch arbeiten werde oder zu Supervision oder Theorie-Praxis-Seminaren an der Hochschule anwesend bin.

3. In welchem Zeitraum muss ich mein Praktikum absolvieren?

Der Zeitraum, in dem ich mein Praktikum absolvieren kann, umfasst die Zeit vom 01. August bis zum 31. März des Folgejahres. In dieser Zeit muss ich 150 volle Arbeitstage abgeleistet haben. Wenn ich mehr als 10 Tage krank war muss ich alles was darüber hinaus geht auch nacharbeiten.

4. Darf ich auch Urlaub machen?

Nein. Für ein studienintegriertes Praktikum gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaub. Lediglich die Differenz zwischen den im Zeitraum zur Verfügung stehenden Arbeitstagen und den geforderten 150 Arbeitstagen kann in Absprache mit der Praxisstelle als freie Zeit genutzt werden.

5. Wie bin ich während des Praktikums versichert?

Während meines Praktikums bin ich, wie auch während des Studiums, gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 8c SGB VII unfallversichert. Außerdem sind die Praxisstellen angehalten mich, wie alle MitarbeiterInnen auch in Ihrer Haftpflichtversicherung anzumelden.

6. Kann ich mein Praktikum auf mehr als eine Einrichtung teilen?

Nein, eine Teilung des Praktikums auf zwei Einrichtungen ist grundsätzlich nicht möglich. Sinn  und Zweck des Praktikums ist es, sich vertieft mit einem Praxisfeld auseinanderzusetzen und dafür exemplarisch die Arbeit einer Praxisstelle kennen zu lernen. Selbst nach diesen 150 Arbeitstagen bin ich noch kein Experte dieses Arbeitsfeldes (und soll das auch gar nicht sein). Eine Unterschreitung dieser Zeit ist aber in jedem Fall nicht sinnvoll.

Eine Ausnahme zu dieser Regelung gibt es nur, wenn ich mein Praktikum in einem Land absolvieren möchte, dass einem anderen Kulturkreis zugerechnet werden kann.

7. Kann ich auch im Ausland mein Praktikum machen?

Ja. Auch ein Auslandspraktikum ist möglich. Da der Beruf der Sozialarbeiterin/ des Sozialarbeiters eng an gesellschaftliche Normen/Werte und auch an sozialpolitische Entscheidungen und Steuerung gebunden ist, empfiehlt es sich aber das Praktikum in Deutschland oder einem Land mit ähnlichem Kulturkreis zu absolvieren.

Dies trifft insbesondere auf europäische Länder zu. Auch in diesen Ländern muss ich auf die Anforderungen für die Anerkennung von Praxisstellen achten.

Darüber hinaus gelten für Länder, die nicht zum westlichen Kulturkreis gehören besondere Regelungen. Genaueres findet sich in dieser Broschüre in Kapitel 4.3.

8. Kann ich mein Studiticket auch für die Zeit des Praktikums kündigen?

Ja dies ist in Ausnahmefällen möglich. Dazu muss ich einen „Antrag auf Befreiung vom Studierendenticket“ stellen. Diesen finde ich unter „Aktuelles“ auf der Homepage der KH (unter: http://www.kh-mz.de/aktuelles/pdf/Antrag_Befreiung.pdf)

Als möglichen Grund kann ich z.B. geltend machen, wenn ich mich auf Grund meines Studiums für mehr als 3 Monate außerhalb des Ticketgebietes aufhalte. Die dafür geltenden Fristen finde ich auf den Aushängen zur Rückmeldung und auf der Hompage.

Die individuelle Lernzielvereinbarung schreibe ich zusammen mit meiner Anleiterin/ meinem Anleiter mit Hilfe der Checkliste:

Nähere Informationen finde ich in Kapitel 6  dieses Leitfadens oder in der Praxisordnung unter http://www.kh-mz.de/fachbereiche/FB_SA/ba/praxisreferat.htm

Ich gebe sie spätestens 6 Wochen nach Beginn des Praktikums im Praxisreferat ab.

9.  Habe ich Anspruch auf Bezahlung?

Leider besteht kein grundsätzlicher Anspruch auf Bezahlung. Das Praxisreferat empfiehlt jedoch eine Bezahlung von PraktikantInnen der Sozialen Arbeit in Höhe von 400 Euro/Monat. Ich kann die Einrichtung im Vorstellungsgespräch danach fragen, ob sie PraktikantInnen bezahlt und wenn ja in welcher Höhe. Danach kann ich mich entscheiden ob ich in dieser Einrichtung mein Praktikum machen möchte bzw. kann.

10. Woher weiß ich ob die Hochschule meine Wunscheinrichtung auch als Praxisstelle anerkennt?

Bevor ich mich für eine Praktikumsstelle entscheide, trage ich mich für einen Termin zur Beratung im Praxisreferat ein. Dort kann ich dann auch fragen, ob meine „Wunscheinrichtung“ als Praxisstelle anerkannt wird.

Für die Anerkennung von Praxisstellen gelten bestimmte Regeln. Diese haben zum einen mit dem Gesetz zu tun, das die staatliche Anerkennung regelt. Zum anderen sollen sie aber auch gewährleisten, dass ich in meinem Praktikum gut betreut werde und die Möglichkeit habe so viel Erfahrung und Wissen zu sammeln wie ich kann. Gleichzeitig soll ich mich aber auch ausprobieren dürfen ohne meine Rolle als PraktikantIn zu verlassen. Die Regeln sind ein Schutz für mich und helfen mir bei der Wahl einer geeigneten Praktikumsstelle. Die MitarbeiterInnen des Praxisreferates entscheiden ob eine Einrichtung anerkannt wird. Dabei sind u.a. folgende Vorgaben entscheidend:

⇒ Die Praktikumsstelle muss in einem Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit erfolgen

⇒ Es muss der Vertrag zum studienintegrierten Praktikum vorliegen

⇒ Die Anleitung soll durch die eigene Profession erfolgen

⇒ Der / die AnleiterIn muss mindestens drei Jahre Berufserfahrung haben und mindestens 1 Jahr im Arbeitsfeld tätig sein

⇒ Die direkte Zusammenarbeit von AnleiterIn und StudentIn muss gewährleistet sein

11. Darf ich Nachtdienste übernehmen?

Nein.

Natürlich freue ich mich, wenn meine Praxisstelle mir zutraut, dass ich alleine Nachtdienste übernehmen kann. Dies ist aber mit den Zielen und Voraussetzungen meines Praktikums nicht vereinbar. Als PraktikantIn habe ich die Möglichkeit ein Praxisfeld angeleitet, auch im Nachtdienst, kennen zu lernen und erste Erfahrungen zu sammeln. Dies aber nie in eigener Verantwortung. Alle Entscheidungen werden ausschließlich von den MitarbeiterInnen der Einrichtung getroffen und verantwortet. Daher arbeite ich immer mit meiner Anleiterin/ meinem Anleiter zusammen und nie alleine.

12. Darf ich die Urlaubsvertretung für eine Kollegin/einen Kollegen übernehmen?

Nein.

Es ist zwar ein Kompliment für mich, wenn meine Praxisstelle mir zutraut, dass ich alleine die Arbeit der Kollegin/des Kollegen übernehmen kann, aber dies widerspricht dem Sinn des Praktikums. Der Vorteil des Praktikums ist es ja gerade, dass ich ein Arbeitsfeld kennen lerne ohne selbst Verantwortung zu übernehmen. Entscheidungen trifft lediglich mein Anleiter/ meine Anleiterin. Diese kann ich diskutieren und hinterfragen, muss mich aber nicht verantworten, wenn sich eine Entscheidung als falsch herausstellt. Wäre ich bereits nach 4 Semestern in der Lage als SozialarbeiterIn zu arbeiten, wäre mein Studium nicht auf mindestens 7 Semester angelegt. Unsere Profession ist sehr viel komplexer und Entscheidungen häufig sehr viel weitreichender als sie mir im Praxissemester erscheinen und ich sollte mir von der Einrichtung im Praktikum nicht so viel Verantwortung zumuten lassen.

13. In welchen Fragen bekomme ich Unterstützung durch das Praxisreferat?

Das Praxisreferat unterstützt mich in allen Fragen, die das Praktikum betreffen. Also z.B. wenn ich mir bei einer Praktikumsstelle unsicher bin, noch nach einer Praxisstelle suche, ich auf längere Zeit im Praktikum ausfalle, ich Probleme mit meiner Anleiterin/ meinem Anleiter oder anderen MitarbeiterInnen im Praktikum habe oder Rückfragen zu einzelnen Details im Praktikum stellen möchte. Auch wenn ich merke, dass ich mit meinem Praktikum unzufrieden bin ist es immer ratsam mich an das Praxisreferat zu wenden. Die MitarbeiterInnen des Praxisreferates können mich dann beraten, zwischen Praxisstelle und mir vermitteln oder mich bei einem Wechsel der Stelle unterstützen. Die MitarbeiterInnen des Praxisreferates sind selbst SozialarbeiterInnen und kennen die Praxis. Sie wissen, wie gute Anleitung funktioniert und kennen die Arbeit der SozialarbeiterInnen in Einrichtungen.

14. Bei wem und wann muss ich mich krankmelden?

Wenn ich während meines Praktikums krank werde muss ich der Praxisstelle unverzüglich meine Krankmeldung vorlegen. Anschließend muss ich das Praxisreferat informieren. Wenn ich mehr als 10 Tage meines Praktikums verpasse muss ich jeden Tag, den ich zusätzlich verpasst habe, nacharbeiten