Zu sehen ist der Haupteingang der Katholischen Hochschule Mainz. Das Gebäude ist rot. Im Vordergrund steht ein blühender Kirschbaum.

Gamification und Künstliche Intelligenz in der Lehre

International

Über eine Erasmus+-Mobilität hat Prof.in Dr. Nicole Biedinger gemeinsam mit europäischen Kolleg*innen eine intensive Weiterbildungswoche in Porto verbracht.

„Es ist echt der Wahnsinn, was man alles machen kann. Das war mir vor der Woche so nicht bewusst und ich bin sehr inspiriert, ja nahezu geflasht zurückgekommen“, begeistert sich Prof.in Dr. Nicole Biedinger mit Blick auf ihre Erasmus+ Mobilität Ende September in Porto. Das Erasmus+ Programm fördert Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Hochschulpersonal innerhalb Europas und ermöglicht einen fundierten fachlichen und interkulturellen Austausch. „Die Woche in Porto drehte sich rund um das Thema Gamification und Künstliche Intelligenz in der Lehre. Zusammen mit neun Kolleginnen und Kollegen aus sechs europäischen Ländern und unter der Leitung unserer Trainerin Ana Isabel Costa konnte ich intensiv in verschiedene Anwendungen eintauchen“, erzählt Nicole Biedinger.

Gamification und zielgerichtetes Lernen

Der inhaltliche Schwerpunkt lag zunächst auf der klaren Abgrenzung zwischen reinen Spielen, spielbasiertem Lernen und Gamification als gezieltem Einsatz spieltypischer Elemente in der Hochschullehre. Nicole Biedinger erklärt: „Mithilfe von Empathy Maps haben wir gelernt, die Perspektive der Studierenden zu analysieren, um anschließend das sogenannte Octalysis-Framework nach Yu-kai Chou kennenzulernen. Dieses Modell verdeutlicht, wie über acht intrinsische und extrinsische Motivationstreiber zielgerichtetes Lernen gefördert werden kann. Ergänzt wurde dies durch das Kennenlernen zentraler Gamification-Designprinzipien.“

Praktische Verknüpfung mit KI-Werkzeugen

In den praktischen Einheiten ging es dann um die direkte Verknüpfung von Gamification mit Künstlicher Intelligenz. „Wir haben spezialisierte KI-Werkzeuge erprobt, um zum Beispiel interaktive Arbeitsblätter, Video-Lerneinheiten und digitale Abfragen zu gestalten. Zudem haben wir Methoden des Vibe Codings und Prompt-Engineerings genutzt, um ohne tiefere Programmierkenntnisse funktionale Prototypen für gamifizierte Lernanwendungen zu entwickeln“, beschreibt Nicole Biedinger. Das Gelernte floss im Anschluss direkt in die Ausarbeitung konkreter Lehrveranstaltungskonzepte ein.

Wertvolle Impulse und bereichernde Erfahrungen 

Ihr Resümee nach einer Woche Erasmus+Mobilität: „Die Weiterbildung hat mir wertvolle Impulse geliefert, um meine eigenen Lehrveranstaltungen mit motivierenden Lernelementen anzureichern, das aktive Engagement der Studierenden zu stärken und moderne KI-Technologien sinnvoll in mein Didaktikportfolio zu integrieren.“ Zudem sei es eine wirklich bereichernde Erfahrung gewesen, mit Kolleg*innen aus unterschiedlichen Ländern und akademischen Disziplinen zusammenzukommen. Eine rundum gelungene Woche, die darüber hinaus durch viele Einblicke in die Kultur und Kulinarik Portugals sowie die Schönheiten der Stadt Porto abgerundet wurde.

Weitere Informationen zu den Weiterbildungsmöglichkeiten über Erasmus+ sowie zur Planung, Förderung und Organisation von Auslandaufenthalten für Studierende, Lehrende und Hochschulangehörige gibt es auf den Seiten des International Office der KH Mainz.