Mit der Übergabe der Zertifikate kam die vom Institut für Fort- und Weiterbildung (ifw) angebotene berufsbegleitende Weiterbildung „Case Management im Sozial- und Gesundheitswesen“ Anfang Juni zum Abschluss. Von September 2025 bis Juni 2026 setzten sich 18 Teilnehmende, die in ganz unterschiedlichen Bereichen des Sozial- und Gesundheitswesens tätig sind - unter anderem in verschiedenen Jobcentern in Rheinland-Pfalz, der Unimedizin Mainz, der Diakonie Kliniken Hunsrück oder der Stiftung Scheuern - intensiv mit dem Handlungsansatz Case Management (CM) auseinander. „Gerade die Heterogenität in der Gruppe hat mir gut gefallen, da so Erfahrungen aus vielen Bereichen zusammengekommen sind und man ausgehend von diesen, verschiedene Perspektiven einnehmen konnte“, resümierte Absolventin Lisa Rösner-Gehres am Ende der Weiterbildung. Ein positives Fazit zog auch Mitteilnehmerin Svenja Schmieg: „Ich konnte viele Tipps für die Implementierung des Case Managements in die Praxis mitnehmen. Zudem waren die Dozierenden einfach inspirierend und eine Motivation am CM dranzubleiben und für die Implementierung in die Praxis weiter einzustehen.“
Case Management Weiterbildung verbindet Präsenzmodule und Online-Aufgaben
Neben der Teilnahme an den sieben Präsenzmodulen waren auf einer Plattform bereitgestellte Online-Aufgaben in Einzelarbeit sowie in der Kleingruppe zu bearbeiten. Die ersten vier Module vermittelten die Grundlagen des CM. Bei den drei sich anschließenden Aufbaumodulen vertieften die Teilnehmenden ihr Wissen in Bezug auf die institutionellen Rahmenbedingungen und den Case Management Einsatz mit verschiedenen Zielgruppen. Bestandteil der Module 5 bis 7 ist zudem die Teilnahme an einer Gruppensupervision, die bei vielen Teilnehmenden besonders gut ankam. „Die drei Supervisionen in der kleinen Gruppe waren wirklich super und sehr gewinnbringend für die Zusammenarbeit mit herausfordernden Patientinnen und Patienten“, so Schmieg, die im CM der Kinderklinik der Universitätsmedizin Mainz tätig ist.
Abschließender Fachtag zu Themen und Fragen des Case Managements
Den Abschluss der Weiterbildung bildete ein Fachtag, der ebenso wie die Präsenzseminare im Tagungszentrum Erbacher Hof in der Mainzer Altstadt durchgeführt wurde. Empowerment im CM, CM in der Jugendberufsagentur, Generalisiertes vs. Spezialisiertes CM, Was ist Fast-Track bzw. Rapid-Recovery und welche Rolle nehmen die Mitarbeitenden des Case Managements dabei ein? - die von den Teilnehmenden selbst gestalteten Inputs zu verschiedenen Themen und Fragestellungen rundeten die Weiterbildung ab und luden zu anregenden Diskussionen ein. Die Moderation des Fachtages lag in den Händen von Andrea Fey, CM Ausbilderin und Ausbildungsleiterin der CM Weiterbildung für das ifw der KH Mainz, sowie Luisa Morlock, Case Managerin und Seminarleiterin in der CM Weiterbildung des ifw der KH Mainz. Gemeinsam mit Petra Wünker, Referentin im Institut für Fort- und Weiterbildung der KH Mainz, die seitens des Veranstalters die Kursbegleitung bei dieser Weiterbildung übernahm, gratulieren Andrea Fey und Luisa Morlock den Absolventinnen und Absolventen herzlich zum erfolgreichen und qualifizierten Abschluss der Weiterbildung.
Die von der „Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management“ (DGCC) zertifizierte Weiterbildung führte das ifw der KH Mainz in Kooperation mit dem Institut für sozialwissenschaftliche Forschung und Weiterbildung (IFW) der Hochschule in Koblenz durch. Der nächste Weiterbildungskurs zum/zur Case Manager*in im Sozial- und Gesundheitswesen startet Mitte September. Die Weiterbildung ist bereits ausgebucht, so dass eine Anmeldung nicht mehr möglich ist.