Medienblockwoche – das heißt, einmal im Semester den Kopf durchlüften und Themen aus dem Studium aus einem ganz neuen Blickwinkel betrachten. Vom 14. bis 18. September ging es diesmal für rund 120 Studierende aus den Fachbereichen Soziale Arbeit und Praktische Theologie um „(un)gerechtigkeit“. Das Besondere: Die Studierenden hatten das Thema selbst in einer Online-Abstimmung gewählt.
Kreativen Zugang finden
Eine Woche lang setzten die Studierenden sich in elf Gruppen über ein technisches oder ein ästhetisches Medium mit Aspekten von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit auseinander. Herausgekommen sind beeindruckende Beiträge aus den verschiedensten Künsten: Von Tanz über Comics, Kunst, Spiel und Fotografie bis hin zu Literatur.
„Es fiel den Studierenden dabei sehr viel leichter, Erfahrungen von Ungerechtigkeit zu benennen - sei es gesellschaftlich oder im eigenen Leben - als positive Erfahrungen von Gerechtigkeit“, berichtet Andreas Büsch, Professor für Medienpädagogik und Kommunikationswissenschaft an der KH Mainz und Koordinator der Medienblockwoche.
In der Umsetzung der Beiträge spielten dann zahlreiche Aspekte von „(un)gerechtigkeit“ eine Rolle: „Entstanden sind Arbeiten zu Rassismus, Sexismus, Geschlechtergerechtigkeit, Armut, ungleichen Bildungschancen und vieles mehr“, fasst Büsch zusammen. In den Präsentationen zeige sich nicht nur die vielschichtige Beschäftigung mit den Themen, sondern vor allem auch das kreative Potenzial der Studierenden.
Fachliche und persönliche Kompetenzen stärken
Erfahrene Expert*innen begleiteten die Workshops und unterstützten die Studierenden dabei, kreative Zugänge zu finden und ihre Projekte Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Neben dem Einblick in verschiedene Medien und Kunstformen erwerben die Studierenden in dieser Woche weitere Fähigkeiten: „Die Medienblockwoche ist ein wichtiger Lernort, um sich mit dem Thema Präsentationen auseinanderzusetzen“, so Büsch. Wie stelle ich mich und meine Ideen bzw. meine Arbeit einem Publikum vor – das seien wichtige Kompetenzen, die es auch nach dem Studium und im Leben generell immer wieder brauche.
Fotos: Angelika Kamlage | www.angelika-kamlage.de