Zu sehen ist der Haupteingang der Katholischen Hochschule Mainz. Das Gebäude ist rot. Im Vordergrund steht ein blühender Kirschbaum.

Praxisforschung konkret und wirksam realisieren

Soziale Arbeit

Studierende präsentieren die Ergebnisse ihrer zweisemestrigen Forschungsprojekte im Master Soziale Arbeit-Beratung und Case Management, die in Zusammenarbeit mit Praxiseinrichtungen durchgeführt wurden.

Innerhalb des Moduls „Projektmanagement – Praxisprojekte Beratung und Case Management“ haben Studierende des Masterstudiengangs Soziale Arbeit-Beratung und Case Management über zwei Semester ein Praxisprojekt in Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Sozialen Arbeit umgesetzt. Die Ergebnisse wurden von den Projektgruppen am 08.07.2026 im Rahmen einer Poster-Präsentation in der Aula der KH Mainz vorgestellt. 

„Durch die Umsetzung der Praxisprojekte machen die Studierenden konkrete Erfahrungen, wie quantitative und qualitative Forschung in Praxiseinrichtungen der Sozialen Arbeit realisiert werden kann und welchen Benefit die jeweiligen Einrichtungen daraus für ihre Arbeit ziehen können“, betont Studiengangsleiterin Prof.in Dr. Maria Schäfer-Hohmann. Zudem werde theoretisch vermitteltes Wissen und Methodenkompetenz innerhalb eines Praxisprojektes zusammengeführt. Zu den Aufgaben der Studierenden zählen zum Beispiel das Projektmanagement, die Konzeptentwicklung und die Auswahl und Anwendung von Forschungsmethoden. „Diese Verknüpfung der unterschiedlichen Lehrinhalte von Fach- und Methodenkompetenz ist außerordentlich wichtig für die späteren beruflichen Tätigkeiten der Studierenden“, unterstreicht Maria Schäfer-Hohmann. Seitens der Hochschule wurden die Projekte von Prof.in Dr. Nicole Biedinger wissenschaftlich begleitet.  

Forschungsprojekte und Praxiseinrichtungen

  • Für das Beratungs- und Informationsnetzwerk für FASD – BINE (in Rheinland-Pfalz und Saarland) wurde ein qualitatives Forschungsprojekt zum Thema „Autonomie im Alltag von Menschen mit FASD fördern“ durchgeführt, um herauszufinden, in welchen Lebensbereichen des Alltags ein besonderer Unterstützungsbedarf besteht. Dabei lag der Fokus darauf, wie dieser Bedarf durch App-Funktionen gezielt unterstützt werden kann, um die Selbstständigkeit der Betroffenen zu fördern. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Entwicklung und Weitergestaltung passgenauer App-Funktionen.
     
  • Das Projekt für die EAA - Fachberatung Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber (Vital Alzey e.V.) hatte das Ziel, praxisnahe Einblicke in inklusive Arbeitsprozesse zu ermöglichen, Kompetenzen sichtbar zu machen und Vorurteile abzubauen. Realisiert wurde diese qualitative Begleitforschung mittels problemzentrierter Interviews.
     
  • Für die EVIM Jugendhilfe, setzten Studierende das Evaluationsprojekt zur Wirkungsforschung vom letzten Jahr fort. Ihr Ziel war es, die Aufnahme- und Entlassbögen der Jugendhilfeeinrichtung so zu überarbeiten, dass die Attraktivität der Bögen erhöht und eine Verbesserung der Nutzer*innenfreundlichkeit erreicht wird. Dies geschah auf der Basis der Ergebnisse einer Mitarbeitendenbefragung, die von der Projektgruppe im letzten Jahrgang durchgeführt und ausgewertet wurde.
     
  • Für die Jugendhilfeplan-Abteilung der Stadt Mainz wurde das Projekt “Schulzeit” evaluiert, das Vorschulkinder in der Mainzer Neustadt bei einem reibungslosen Übergang von der Kita in die Grundschule unterstützt. Im Rahmen dessen wurden Erstklässler*innen, die an dem Projekt teilgenommen hatten, befragt und diese Ergebnisse sowie die Ergebnisse der Befragung der Kita-Kinder, die an Schulzeit teilgenommen hatten, ausgewertet.
     
  • Ebenfalls für das Amt für Jugend und Familie Mainz / Jugendhilfeplanung führten Studierende im Rahmen der Evaluation des Projekts Schulzeit eine Elternbefragung durch. Damit sollte ermittelt werden, inwiefern das externe Übergangsprojekt "Schulzeit" des Deutschen Kinderschutzbundes aus der Perspektive der Eltern als unterstützend wahrgenommen wurde.
     
  • Für die Suchthilfe der Stadt Mainz Abteilung Brücke wurde ein Fragebogen zum Thema „Alkoholkultur in Mainz“ entwickelt und eine Online-Befragung zu diesem Thema durchgeführt. Es ging darum, ein allgemeines Stimmungsbild gegenüber Alkohol, zu Sicherheit und Wohlbefinden im Kontakt mit alkoholisierten Menschen sowie zur Rolle lokaler Veranstaltungen in diesem Kontext zu erheben.
     
  • Im Rahmen des Projekts für die Stadtteilkoordination Bad Münster am Stein-Ebernburg der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz Bad Kreuznach wurde untersucht, welche Faktoren Menschen in einem kleinstädtisch-ländlichen Kontext dazu bewegen oder davon abhalten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Ziel war die Entwicklung praxisnaher Handlungsempfehlungen zur Gewinnung neuer Ehrenamtlicher für das Stadtteilbüro Bad Münster am Stein-Ebernburg.
     
  • Für das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz (Abteilung 5- Frühkindliche Bildung, Ganztag und schulische Unterstützungsangebote) – Kita Sozialarbeit sollte im Rahmen des Projektes ermittelt werden, inwiefern die Trägerschaft den Arbeitsalltag sowie die Tätigkeiten von Kita-Sozialarbeitenden beeinflusst. Dazu wurde ein standardisierter Fragebogen konzipiert, digital umgesetzt und im Rahmen eines Pretests erprobt und optimiert. Beratungs- und Informationsnetzwerk für FASD – BINE (in Rheinland-Pfalz und Saarland)