Gemeinsam mit dem Institut für Pflegewissenschaft der Universität zu Köln und der HAW Hamburg veranstaltete die Katholische Hochschule Mainz am 06.03.2024 den Fachtag „Primärversorgung neu denken – Lösungsansätze aus pflegewissenschaftlichen Forschungsprojekten“.
Nach einem Grußwort des Bundesministers für Gesundheit Prof. Dr. Karl Lauterbach skizzierte Prof. Dr. Andreas Büscher von der Hochschule Osnabrück die derzeitigen Strukturen der Primärversorgung ebenso wie die mögliche Verortung der APNs in diesem Kontext. Sonja Laag (BARMER) zeigte auf, wie sich die Primärversorgung aus Sicher der Kostenträger weiterentwickeln sollte, um den Menschen mit Versorgungsbedarf, deren Perspektive Christiane Grote von der Verbraucherzentrale NRW schilderte, gerecht zu werden. Wie der Einsatz von APNs in der Primärversorgung erfolgreich umgesetzt werden kann, machten Prof.in Dr. Renate Stemmer (Katholische Hochschule Mainz) und Prof.in Dr. Corinna Petersen-Ewert (HAW Hamburg) in ihrem Vortrag über die Projekte FAMOUS und CoSta deutlich. Nach diesen forschungsspezifischen und methodischen Einblicken berichteten die beiden APNs Lara Brehm (FAMOUS) und Linda Iversen (CoSta) aus ihrem Versorgungsalltag im jeweiligen Projekt und standen dem Publikum Rede und Antwort. Bevor die Teilnehmenden sich in Gruppen über die Perspektiven und Visionen der Primärversorgung austauschten und Ideen zum Aufgabenprofil, der Finanzierung und Strukturierung entwickelten, zog Dr. Thuy-Nga Pham, South Island Urgent and Primary Care Centres, Victoria, Kanada, mit ihrem Praxisbericht in den Bann. Die Erfahrungen aus Kanada können als internationales Vorbild dienen.