Zu sehen ist der Haupteingang der Katholischen Hochschule Mainz. Das Gebäude ist rot. Im Vordergrund steht ein blühender Kirschbaum.

KH Connects verbindet digitale Lehrformate und echte Begegnung

International

Im Projekt KH Connects arbeiten Logopädie-Studierende der KH Mainz und der University of Southern Denmark (SDU), Odense gemeinsam an interkulturellen Herausforderungen im Gesundheitswesen.

„Es ist eine tolle Bereicherung für Studierende und Lehrende, dass wir im Rahmen des Projekts KH Connects gemeinsam mit den Kolleg*innen der University of Southern Denmark in Odense ein internationales Seminar zum Thema Interkulturelle Herausforderungen im Gesundheitswesen und digitale Lösungen konzipieren konnten“, freut sich Prof.in Dr. Sabine Corsten, Professorin für Logopädie an der KH Mainz und Initiatorin des Projekts. Im kommenden Sommersemester werden Logopädie-Studierende des Fachbereichs Gesundheit und Pflege mit Hilfe digitaler Plattformen und kollaborativer Tools in internationalen Teams an technischen Lösungen arbeiten, mit denen interkulturellen Herausforderungen in der logopädischen Arbeit begegnet werden kann - beispielsweise im Umgang mit Mehrsprachigkeit. Zum Abschluss des Seminars reisen die Mainzer Studierenden für sieben Tage nach Odense und haben so die Gelegenheit, im persönlichen Austausch ihre Arbeit zu vertiefen. Ermöglicht wurde das Projekt durch Fördermittel des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Digitalisierung als Chance für internationale Hochschullehre

Die zunehmende Digitalisierung im Bildungsbereich eröffne zahlreiche Möglichkeiten für die internationale Hochschullehre, erläutert Sabine Corsten. „Ein Blended-Learning-Modul, wie wir es im Seminar umsetzen, kombiniert Präsenz- und Online-Lernphasen und bietet die Chance, geografische, sprachliche und kulturelle Barrieren zu überwinden. Für Studierende ist das eine wichtige Gelegenheit, Strategien und Kompetenzen für die Arbeit in interkulturellen Teams zu entwickeln, internationale Perspektiven auf ihr Fachgebiet kennenzulernen und ihr Wissen über eine wissenschaftliche Problemstellung durch Austausch und Zusammenarbeit zu vertiefen“, betont Sabine Corsten.  

Mit KH Connects internationale Lehre stärken

Das Projekt KH Connects beleuchte das Potenzial von Blended-Learning-Modulen und werde auch als Wegbereiter für die weitere Stärkung international ausgerichteter Lehre an der KH Mainz gesehen, berichtet Prof. Dr. Thomas Hermsen, Leiter des Instituts für angewandte Forschung und internationale Beziehungen (ifb) der KH Mainz. „Im Zuge des Projekts werden das Modul und das Prinzip von Collaborative Online International Learning (COIL) den Lehrenden der KH vorgestellt, um mehr Kolleg*innen für internationale Lehre zu gewinnen. Begleitend dazu wird ein Leitfaden für internationale Lehre an der KH erarbeitet. Durch die Stärkung der internationalen Lehre soll einerseits die globale Kompetenzentwicklung der Studierenden und andererseits der Ausbau strategischer Partnerschaften der KH Mainz gefördert werden“, erläutert Katrin Schneider, Leiterin des International Office.

Die KH Mainz wolle mit ihren internationalen Partnern eine stärkere Verzahnung der Lehrinhalte sowie gemeinsame Lehrveranstaltungen erreichen, um allen Studierenden die Möglichkeit zu bieten, internationale Erfahrungen zu sammeln. Lehrenden in eher lokal ausgerichteten Studiengängen könne dies zudem einen Weg aufzeigen, wie sie ihren Studierenden dennoch eine niedrigschwellige internationale Erfahrung ermöglichen können. Mit dem Projekt KH Connects solle somit auch der Schwerpunkt der Internationalisierungsmaßnahmen neu gewichtet werden: Weg vom reinen Studierenden- und Lehrendenaustausch, hin zu mehr studienintegrierten gemeinsamen Lehrveranstaltungen.