Ein Jahr lang haben die Studierenden an ihren Projekten gearbeitet, die in Kooperation mit unterschiedlichen Einrichtungen und Diensten der Sozialen Arbeit durchgeführt werden. Dabei kann es sich beispielsweise um Bedarfsanalysen, Evaluationen oder die Konzeption von Angeboten handeln.
Rund 80 Personen waren der Einladung zur Präsentation in der Aula der KH Mainz gefolgt - darunter Masterstudierende des 1. Semesters, Studierende des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit und interessierte Dozenten*innen der Hochschule. Ebenso waren Vertreter*innen der Einrichtungen gekommen, in denen die Projekte realisiert wurden oder künftige Projekte stattfinden werden.
Zunächst fand im Plenum eine Kurzvorstellung der jeweiligen Projekte statt. Dies erleichterte die Orientierung bei der anschließenden Poster-Präsentation. Die Studierenden standen für Nachfragen zu den präsentierten Ergebnissen bereit und an vielen Postern entwickelte sich ein reger Austausch.
„Die bisherigen Erfahrungen mit dieser Kooperation zwischen Hochschule und Praxis haben gezeigt, dass beide Seiten davon gleichermaßen profitieren. Die Studierenden haben die Möglichkeit, praxisbezogene Projekte mit einem empirischen Anteil durchführen zu können. Die Einrichtungen können davon profitieren, dass sich Masterstudierende mit relevanten Praxisthemen befassen und hierzu Projekte auf der Basis neuester Erkenntnisse in den Einrichtungen durchführen“, berichtet Prof.in Dr. Maria Schäfer-Hohmann, Leiterin des Masterstudiengangs.
Im Einzelnen wurden folgende Projekte präsentiert:
- In Kooperation mit dem Beratungs- und Informationsnetzwerk für FASD – BINE (in Rheinland-Pfalz und Saarland) wurde ein Fragebogen entwickelt, mit dem online eine Befragung von in Rheinland-Pfalz tätigen sozialen, medizinischen, schulischen und therapeutischen Fachkräfte, bzgl. ihres Wissensstandes zur Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) erfolgte.
- Für die EVIM Jugendhilfe, wurde eine Untersuchung und Verbesserung der Evaluationsinstrumente vorgenommen, um den Prozess der Wirkungsforschung zu optimieren. Dies wurde u.a. mittels leitfadengestützter Interviews realisiert und mündete in die Entwicklung neuer Erhebungsinstrumente.
- Das Projekt für die EAA - Fachberatung Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber (Vital Alzey e.V.) hatte das Ziel Barrieren und Chancen der Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erforschen. Dazu wurden im Landkreis Mainz-Bingen sowie in der Stadt Mainz qualitative Interviews und eine quantitative Online-Befragung (Mixed Methods) durchgeführt, um die Perspektiven kleiner und mittelständischer Unternehmen, sowie öffentlicher Verwaltungen hinsichtlich der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu erfassen.
- Für die Jugendhilfeplan-Abteilung der Stadt Mainz wurde eine Evaluation des Projekts "Schulzeit", das Kindern aus der Mainzer Neustadt den Übergang von der Kita in die Grundschule erleichtern soll, durchgeführt. Dabei handelte es sich um die Fortführung des Projekts aus dem letzten Masterdurchgang welcher die Erhebungsinstrumente konzipierte. Für die aktuelle Projektgruppe, stand die Durchführung der Pretests, sowie die Vollerhebung im Zentrum Ihrer Arbeit.
- Auf der Grundlage einer Befragung Mainzer Jugendlicher im Alter von 16-18 Jahren hinsichtlich ihrer Kenntnisse und Informationen bzgl. Cannabis, sollte für die Suchthilfe der Stadt Mainz– Jugend- und Drogenberatung Die Brücke ermittelt werden, mit welchen Präventionsangeboten die Jugendlichen gezielter sensibilisiert und informiert werden können.
- Mit Hilfe von leitfadengestützten Expert*inneninterviews sollte ermittelt werden, welche Auswirkungen unterschiedliche Anstellungsträgerschaften auf die Profilbildung und Aufgabengestaltung der Kita-Sozialarbeit haben. Dieses Projekt wurde in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz (Abteilung 5- Frühkindliche Bildung, Ganztag und schulische Unterstützungsangebote) – Kita Sozialarbeit durchgeführt.
- Für das Sozialpädagogischen Fortbildungszentrum Mainz (SPFZ) wurde eine Untersuchung zur Bedeutung und Nutzung von Zertifikaten, die bei den berufsbegleitenden Fortbildungskursen (2018/2019) im SPFZ erworben wurden, durchgeführt. Dies erfolgte durch eine Online-Befragung von Kursteilnehmer*innen des SPFZ.