Handlungsspezifische Vertiefung Kultur- und Medienpädagogik – so nennt sich ein Modul im 6. und 7. Semester des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit. Was die Seminare in diesem Modul genau beinhalten? Auf diese Frage haben die Studierenden des aktuellen 7. Semesters mit der Präsentation ihrer Projekte am 20. Januar 2026 in der Aula der KH Mainz erstmals einen umfassenden Einblick gegeben. „Innerhalb der handlungsspezifischen Vertiefung können die Studierenden ihre kunst- und medienpädagogischen Kompetenzen aus der Vorlesung und den beiden Medienblockwochen in die Praxis umsetzen. Sie erhalten Kenntnisse über Methoden und Inhalte kultur- und medienpädagogischer Praxis, die in einem selbst organisierten Projekt direkt angewendet werden“, erklärt Prof. Andreas Büsch, der das Modul innerhalb des Studiengangs betreut und die Präsentation zusammen mit Dr. Ulrike Gerdiken organisierte.
Kunst, Musik, kulturelle-politische Bildung, Theater und Öffentlichkeitsarbeit
Nach einer musikalischen Einstimmung durch die Hochschul-Band präsentierten jeweils zwei Gruppen parallel ihre Projekte aus den Bereichen Kunst, Musik, kulturelle-politische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit für Nonprofit-Organisationen. Die Werke der Gruppe Kunst unter der Leitung von Dozentin Sabine Petri konnten an Stellwänden betrachtet werden und zeigten verschiedene kunstpädagogische Übungen, die auch in der Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen der Sozialen Arbeit angewendet werden können.
Die Studierenden der Gruppe Musik hatten innerhalb des Seminars verschiedene Musikaktionen didaktisch geplant und in unterschiedlichen Praxisstellen umgesetzt – etwa in der Kita oder im Altenheim. In der Gruppe kulturelle-politische Bildung ging es um Themen wie Kinderrechte, Stammtischparolen oder der Frage, was Demokratie eigentlich bedeutet. Verknüpft mit künstlerischen und kulturpädagogischen Aktionen hatten die Studierenden ihre Themen in der Praxis mit Kita-Kindern, Schülern oder Teilnehmende von Freiwilligendiensten und Pfadfindergruppen bearbeitet. Geleitet wurden beide Gruppen von Dr. Ulrike Gerdiken.
Video, Blog, Podcast, Social-Media Content, Pressemeldung oder Werbematerial – all dies hatten die Studierenden der Gruppe Öffentlichkeitsarbeit in Verbindung mit Themen wie Obdachlosigkeit oder häusliche Gewalt unter der Leitung von Prof. Andreas Büsch und Markus Lahrmann, Chefredakteuer von Caritas in NRW, umgesetzt.
Den Abschluss der Präsentation bildete die Gruppe Theater von Dozentin Anna Stoß. Mit kleinen schauspielerischen Darbietungen und Übungen zeigten sie auf der Bühne der Aula, was Theater alles beinhaltet und wie es für die Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen der Sozialen Arbeit genutzt werden kann.
Praxistransfer durch Kultur- und Medienbildung
Über die Teilnahme an der handlungsspezifischen Vertiefung im Bereich Kultur- und Medienpädagogik können die Studierenden ein gesondertes Zertifikat erwerben – und eine Menge weiterer Kompetenzen für die berufliche Zukunft gibt es oben drauf, wie Andreas Büsch resümiert: „Die vorgestellten Projekte, die von den Studierenden mit viel Engagement konzipiert und durchgeführt wurden, belegen eindrücklich, wie der Transfer aus der Hochschule in die Praxis auch mit Methoden der Medienbildung und der kulturellen Bildung gelingen kann!”