Wissenschaft und Praxis im Gesundheitswesen verbinden

An der Katholischen Hochschule Mainz hat heute das Zweite Interdisziplinäre Symposium der Gesundheitsfachberufe stattgefunden. Unter dem Motto „Gesundheitsfachberufe forschen: Ergebnisse für die Praxis“ stellten Studierende der Masterstudiengänge des Fachbereichs Gesundheit und Pflege die Ergebnisse ihrer zweisemestrigen Forschungsarbeiten vor.

Studierende der Masterstudiengänge Gesundheit und Pflege präsentierten die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten aus den Bereichen Pflege, Logopädie, Physiotherapie und Hebammenwesen. (Bild: KH Mainz)

„Wissenschaftliches und evidenzbasiertes Arbeiten sind eine zentrale Grundlage für die Sicherstellung und Weiterentwicklung einer qualitativ hochwertigen Arbeit in den Gesundheitsfachberufen“, betonte Prof. Dr. Monika Greening, Dekanin des Fachbereichs Gesundheit und Pflege, in ihrer Begrüßung. Greening hob zudem die Bedeutung des interdisziplinären Ansatzes hervor, der an der KH Mainz gefördert wird. Studierende aus dem Hebammenwesen, der Logopädie, der Physiotherapie und der Pflege erhalten im Forschungsmodul der Masterstudiengänge die Möglichkeit, gemeinsam eine Forschungsarbeit zu entwickeln und in Zusammenarbeit mit Praxiseinrichtungen des Gesundheitswesens umzusetzen. „Von dieser Zusammenarbeit kann sowohl die Wissenschaft, als auch die Praxis profitieren. Ziel ist es, Wissen verschiedener Disziplinen zu verzahnen, Hand in Hand zu arbeiten und den Transfer theoretischen Wissens in die Praxis zu fördern und auszubauen“, erklärte Prof. Dr. Monika Greening.

In dem von Prof. Dr. Renate Stemmer und Prof. Dr. Sandra Bensch geleiteten Forschungsseminar erstellen die Studierenden einen Forschungsplan, entwickeln Forschungsinstrumente und sind für die Datenerhebung,- auswertung sowie das Erstellen des Forschungsberichtes und die Vorbereitung des Symposiums verantwortlich. Sonja Lindic dankte als Vertreterin der Studierenden allen Praxispartnern für die Unterstützung der Forschungsvorhaben und die Bereitschaft zur Durchführung von Interviews oder Befragungen in ihren Kliniken oder Praxen.

Die Auseinandersetzung mit den Effekten spezialisierter Demenzstationen, die Arbeitszufriedenheit von Physiotherapeuten, die Aufklärung von Menschen mit Sprachstörungen nach Hirnschädigungen (Aphasie), das Erleben einer infektionsbedingten Isolation oder die Versorgung von Flüchtlingen in Krankenhäusern sind einige der Themen, an denen seit dem Sommersemester 2016 von Masterstudierenden geforscht wurde.

Die Studierenden präsentierten die Hintergründe und Methodik ihrer Forschungsarbeiten und stellten auf der Basis ihrer Ergebnisse erste Schlussfolgerungen und Ansätze für weiterführende Forschungsansätze dar. Die Forschungsgruppe zum Thema Angehörigenzufriedenheit mit den Besuchszeiten deutscher Intensivstationen konnte eine Veröffentlichung ihrer Studie in einer Fachzeitschrift erreichen.

In Kooperation mit Fachschulen bietet die KH Mainz den Bachelorstudiengang Gesundheit und Pflege an. Die Masterstudiengänge qualifizieren darauf aufbauend für die Bereiche Management, Pädagogik oder Klinische Expertise in Gesundheit und Pflege. Weitere Informationen zum Studienangebot des Fachbereichs sind unter www.kh-mz.de/gesundheit-pflege erhältlich.