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Bachelor-Studierende

Beratung zur studienintegrierten Praxisphase

Die studienintegrierte Praxisphase dient der Umsetzung des theoretischen Wissens, welches Sie bis zu diesem Zeitpunkt erlangt haben. Darüber hinaus ermöglicht es die Herausbildung professioneller Kompetenzen im geschützten Rahmen unter fachlicher Anleitung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen und bildet die Grundlage zur Vergabe der staatlichen Anerkennung.

Dabei stehen sich in unserem Verständnis die beiden Lernorte Hochschule und Praxis ergänzend nebeneinander.

Im Vorfeld bietet Ihnen das Praxisreferat individuelle Beratungsgespräche an, deren Inhalt zur Klarheit über die unterschiedlichen Arbeitsfelder Sozialer Arbeit beiträgt und jeweils mögliche Lernerfahrungen in Ihrem Praktikum thematisiert.

Auch wenn die Hochschule die Praxispahse als sehr wichtige Erfahrung auf dem Weg  zur Sozialarbeiterin/ zum Sozialarbeiter erachtet mache ich meine Praxisphase nicht nur der Hochschule zu liebe. Mit der verbindlichen Koppelung der integrierten Praxisphase an das Studium der Sozialen Arbeit bekomme ich auch mit erfolgreichem Abschluss meines Studiums, nach Antrag, die staatliche Anerkennung als SozialarbeiterIn.

Die staatliche Anerkennung ist die Voraussetzung dafür, dass ich in bestimmten Bereichen der Sozialen Arbeit tätig sein darf.

Die staatliche Anerkennung ist in der Sozialen Arbeit das verlässliche "Gütesiegel", das einen öffentlich rechtlichen Berufsschutz darstellt. Das Gütesiegel und die Berufsbezeichnung bieten Gewähr dafür, dass die Sozialarbeiterin/der Sozialarbeiter einem Kompetenzprofil entsprechen, welches sich u.a. durch Kompetenzen in den Bereichen Organisations- und Rechtswissenschaften, Wissenschaft der Sozialen Arbeit, Methoden der Sozialarbeit und Berufsethik auszeichnet. Die staatliche Anerkennung ist die Voraussetzung dafür, um in bestimmten Bereichen der Sozialen Arbeit (Fachkräftgebot SGB VIII) tätig sein zu dürfen.

Die Praxispahse wird im Zeitraum 01. September bis 31. März des Folgejahres absolviert. Sie umfasst einschließlich der praxisbegleitenden Lehrveranstaltungen 1.100 Stunden in Vollzeit. Innerhalb der 1.100 Stunden stehen freie Zeiten im Umfang von 110 Stunden zur Verfügung. Werden Praxiszeiten durch Krankheit oder andere triftige Gründe versäumt, sind Fehlzeiten, die 55 Stunden überschreiten, nachzuarbeiten.

Ja. Die freien Zeiten im Umfang von 110 Stunden können in Absprache mit der Praxisstelle für Urlaubszeiten in Anspruch genommen werden.

Während der Praxisphase bin ich, wie auch während des Studiums, gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 8c SGB VII unfallversichert. Außerdem sind die Praxisstellen angehalten mich, wie alle MitarbeiterInnen auch in Ihrer Haftpflichtversicherung anzumelden.

Nein, eine Teilung der Praxisphase auf zwei Einrichtungen ist grundsätzlich nicht möglich. Sinn und Zweck der Praxisphase ist es, sich vertieft mit einem Praxisfeld auseinanderzusetzen und dafür exemplarisch die Arbeit einer Praxisstelle kennen zu lernen. Selbst nach den 1.100 Stunden bin ich noch kein/e Experte_in dieses Arbeitsfeldes (und soll das auch gar nicht sein). Eine Unterschreitung dieser Zeit ist aber in jedem Fall nicht sinnvoll.

Eine Ausnahme zu dieser Regelung gibt es nur, wenn ich meine Praxisphase in einem Land absolvieren möchte, dass einem anderen Kulturkreis zugerechnet werden kann.

Ja. Auch eine Praxisphase im Ausland ist möglich. Da der Beruf der Sozialarbeiterin/des Sozialarbeiters eng an gesellschaftliche Normen/Werte und auch an sozialpolitische Entscheidungen und Steuerung gebunden ist, empfiehlt es sich aber die Praxisphase in Deutschland oder einem Land mit ähnlichem Kulturkreis zu absolvieren.

Dies trifft insbesondere auf europäische Länder zu. Auch in diesen Ländern muss ich auf die Anforderungen für die Anerkennung von Praxisstellen achten.

Darüber hinaus gelten für Länder, die nicht zum westlichen Kulturkreis gehören besondere Regelungen.

Ja, dies ist in Ausnahmefällen möglich. Dazu muss ich einen „Antrag auf Rückerstattung vom Studierendenticket“ stellen. Diesen finde ich auf der Homepage der KH (unter: https://www.kh-mz.de/fileadmin/user_upload/SERVICES/rueckmeldung_befreiung/antrag_rueckerstattung.pdf)

Als möglichen Grund kann ich z.B. geltend machen, wenn ich mich auf Grund meines Studiums für mehr als 3 Monate außerhalb des Ticketgebietes aufhalte. Die dafür geltenden Fristen finde ich auf den Aushängen zur Rückmeldung und auf der Hompage.

Die individuelle Lernzielvereinbarung schreibe ich zusammen mit meiner Anleiterin/ meinem Anleiter mit Hilfe der Checkliste:

Nähere Informationen finde ich in Kapitel 6  dieses Leitfadens oder in der Praxisordnung unter www.kh-mz.de/studium-und-lehre/fachbereich-soziale-arbeit-und-sozialwissenschaften/praxisreferat/downloads/

Ich gebe sie spätestens 6 Wochen nach Beginn des Praktikums im Praxisreferat ab.

Die individuelle Lernzielvereinbarung schreibe ich zusammen mit meiner Anleiterin/ meinem Anleiter mit Hilfe der Checkliste:

Nähere Informationen finde ich in der Praxisordnung unter www.kh-mz.de/studium-und-lehre/fachbereich-soziale-arbeit-und-sozialwissenschaften/praxisreferat/downloads/ und unter Infos zur Praxisphase https://www.kh-mz.de/studium-und-lehre/fachbereich-soziale-arbeit-und-sozialwissenschaften/praxisreferat/infos-zur-praxisphase/

Ich gebe sie spätestens 6 Wochen nach Beginn des Praktikums im Praxisreferat ab.

Leider besteht kein grundsätzlicher Anspruch auf Bezahlung. Das Praxisreferat empfiehlt jedoch eine Bezahlung von PraktikantInnen der Sozialen Arbeit in Höhe von 500 Euro/Monat. Ich kann die Einrichtung im Vorstellungsgespräch danach fragen, ob sie PraktikantInnen bezahlt und wenn ja in welcher Höhe. Danach kann ich mich entscheiden ob ich in dieser Einrichtung meine Praxisphase absolvieren möchte.

Ja, Vergütungen aus Pflichtpraktika werden nach §23 Abs. 3 BAföG voll angerechnet. Hintergrund ist der, dass das Bafög zur Finanzierung des Studiums dient, sofern keine andere finanzielle Unterstützung möglich ist. Erhalten Studierende durch ein Praktikum/Praxisphase eine Vergütung, geht der Gesetzgeber davon aus, dass ein Teil des notwendigen Bedarfs schon durch diese Vergütung abgedeckt wird.

Für die Anerkennung von Praxisstellen gelten bestimmte Regeln. Diese haben zum einen mit dem Gesetz zu tun, das die staatliche Anerkennung regelt. Zum anderen sollen sie aber auch gewährleisten, dass ich in meiner Praxisphase gut betreut werde und die Chance habe so viel Erfahrung und Wissen zu sammeln wie möglich. Gleichzeitig soll ich mich aber auch ausprobieren dürfen ohne meine Rolle als PraktikantIn zu verlassen. Die Regeln sind ein Schutz für mich und helfen mir bei der Wahl einer geeigneten Praxisstelle. Die MitarbeiterInnen des Praxisreferates entscheiden ob eine Einrichtung anerkannt wird. Die zugrundeliegenden Vorgaben für eine Anerkennung der Praxisstelle finden Sie unter folgendem Link:

https://www.kh-mz.de/studium-und-lehre/fachbereich-soziale-arbeit-und-sozialwissenschaften/praxisreferat/praxis/anerkennung-als-praxisstelle/

Darüber hinaus muss die Vereinbarung zur studienintegrierten Praxisphase vorliegen.


Ja, zur Übernahme von Nachtdiensten im Rahmen der studienintegrierten Praxisphase müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Bevor ich einen Nachtdienst übernehme, muss ich einen Antrag zur Durchführung selbstständiger Nachtdienste im Rahmen der studienintegrierten Praxisphase stellen. Das dazugehörige Formular finde ich unter: https://www.kh-mz.de/fileadmin/user_upload/STUDIUM/FB_SA/Dokumente/Praxisreferat/Antrag_Nachtbereitschaft.pdf 

 

Nein.

Es ist zwar ein Kompliment für mich, wenn meine Praxisstelle mir zutraut, dass ich alleine die Arbeit der Kollegin/des Kollegen übernehmen kann, aber dies widerspricht dem Sinn der studienintegrierten Praxisphase. Der Vorteil der Praxisphase ist es ja gerade, dass ich ein Arbeitsfeld kennen lerne ohne selbst Verantwortung zu übernehmen. Entscheidungen trifft lediglich mein Anleiter/ meine Anleiterin. Diese kann ich diskutieren und hinterfragen, muss mich aber nicht verantworten, wenn sich eine Entscheidung als falsch herausstellt. Wäre ich bereits nach 4 Semestern in der Lage als SozialarbeiterIn zu arbeiten, wäre mein Studium nicht auf mindestens 7 Semester angelegt. Unsere Profession ist sehr viel komplexer und Entscheidungen häufig sehr viel weitreichender als sie mir im Praxissemester erscheinen und ich sollte mir von der Einrichtung im Praktikum nicht so viel Verantwortung zumuten lassen.

Das Praxisreferat unterstützt mich in allen Fragen, die das Praktikum betreffen. Also z.B. wenn ich mir bei einer Praktikumsstelle unsicher bin, noch nach einer Praxisstelle suche, ich auf längere Zeit im Praktikum ausfalle, ich Probleme mit meiner Anleiterin/ meinem Anleiter oder anderen MitarbeiterInnen im Praktikum habe oder Rückfragen zu einzelnen Details im Praktikum stellen möchte. Auch wenn ich merke, dass ich mit meinem Praktikum unzufrieden bin ist es immer ratsam mich an das Praxisreferat zu wenden. Die MitarbeiterInnen des Praxisreferates können mich dann beraten, zwischen Praxisstelle und mir vermitteln oder mich bei einem Wechsel der Stelle unterstützen. Die MitarbeiterInnen des Praxisreferates sind selbst SozialarbeiterInnen und kennen die Praxis. Sie wissen, wie gute Anleitung funktioniert und kennen die Arbeit der SozialarbeiterInnen in Einrichtungen.

Wenn ich während meines Praktikums krank werde muss ich der Praxisstelle unverzüglich meine Krankmeldung vorlegen. Anschließend muss ich das Praxisreferat informieren. Wenn ich mehr als 10 Tage meines Praktikums verpasse muss ich jeden Tag, den ich zusätzlich verpasst habe, nacharbeiten.

Ja, um zum Praktikum zugelassen zu werden brauche ich mindestens 60 Creditpoints zum Ende des 4. Semesters. Die Verträge gelten als vorbehaltlich und werden von Seiten der Hochschule gekündigt, wenn die erforderliche Anzahl an Credits nicht erreicht wird.

Dies ist regelhaft nicht möglich. Ich kann in begründeten Ausnah- mefällen in Absprache mit dem Praxisreferat einen Antrag auf eine abweichende Regelung beim Dekanat stellen. Solche Anträge sind immer Einzelfallentscheidungen. Weitere Informationen dazu finde ich unter Punkt 16 der Praxisordnung.

Ja. Das Praktikum ist in ein Modul eingebettet und muss daher auch bestanden werden. Schließe ich mein Praktikum nicht erfolgreich ab kann ich folglich auch das Modul nicht abschließen.

Es gibt keine Freistellung für die Vorbereitung auf die Prüfung, sowie am Prüfungstag. Die Praxisstelle kann dies allerdings aus Kulanz gewähren. Dies bedarf der internen Absprache.