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Handlungsspezifische Vertiefungen

In den beiden letzten Semestern erwerben Studierende im gleichnamigen Modul eine handlungsspezifische Vertiefung, die zusätzlich gesondert vom Zeugnis und ausführlich bescheinigt wird. Sie können zwischen mehreren Möglichkeiten wählen.

Studienbeginn bis Wintersemester 19/20
Die Studienordnung bis zum Studienbeginn Wintersemester 19/20 sieht vor, dass Sie im sechsten Semester (mindestens) eine Zusatzqualifikation (Module 2.51, 2.61, 2.71, 2.81) belegen. Wenn Sie eine medienpädagogische Zusatzqualifikation (2.71) belegen wollen, müssen Sie im zweiten oder dritten Semester einen medienpädagogischen Vorkurs belegen, der dieser Zusatzqualifikation zugeordnet ist. Außerdem müssen Sie in einer der beiden Medienblockwochen einen Kurs belegt haben, der thematisch zur angestrebten Zusatzqualifikation passt. Die entsprechenden Zuordnungen finden Sie in der ⇒ Tabelle Medienpädagogische Zusatzqualifikation - Übersicht Zugangsbedingungen

Aufgrund der Coronasituation konnten im Sommersemester 2020 keine Vorkurse stattfinden. Sollte Ihnen deswegen der erforderliche Vorkurs für die angestrebte Zusatzqualifikation fehlen, wenden Sie sich bitte an Frau Prof’in. Dr. Gerdiken (ulrike.gerdiken@kh-mz.de). Sie wird mit Ihnen eine Lösung suchen.

Studienbeginn ab Wintersemester 20/21
Die Studienordnung ab Studienbeginn Wintersemester 20/21 sieht vor, dass Sie im sechsten Semester zwei handlungspezifische Vertiefungen (6.BASA.2.42) belegen müssen. Sollten Sie eine medienpädagogische handlungsspezifische Vertiefung belegen wollen, müssen Sie dafür im zweiten oder dritten Semester einen Vorkurs belegen, der dieser Vertiefung zugeordnet ist. Die entsprechende Zuordnung finden Sie in der ⇒ Tabelle Teilnahmevoraussetzung medienpädagogische handlungsspezifische Vertiefung

Modulprüfung und Zertifikat
Um die Modulnote zu erhalten, schreiben Sie in dem Modul eine Hausarbeit, in der Sie die praktische Auseinandersetzung mit dem medienpädagogischen Thema wissenschaftlich einordnen und reflektieren. Nach erfolgreicher Teilnahme an dem Modul erhalten Sie außerdem zu Ihrem Bachelor-Zeugnis ein zusätzliches Zertifikat über die Teilnahme, in dem die erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen beschrieben werden. Voraussetzung dafür ist die vollständige Teilnahme am Modul einschließlich der Erbringung aller geforderten Studienleistungen (Referate, Protokolle, aktive Beiträge, Stundenvorbereitungen etc.).

Die Studierenden erwerben eine basale interkulturelle Kompetenz, die sie befähigt, in den Dialog mit Menschen anderer „Abstammung, Rasse, Sprache, Heimat und Herkunft“ und anderen „Glaubens“ (Art. 3 Abs. 3 GG) zu treten. Diese handlungsspezifische Vertiefung bleibt für die Studierenden des Studienschwerpunkts „Migration und Integration“ reserviert, kann aber in Einzelfällen geöffnet werden.  

In Vorlesungs- und Seminareinheiten werden Basisinformationen zu sozialarbeitsrelevanten Gesundheits- und Krankheitsphänomen erworben:

PND / Reproduktionsmedizin / Schwangerschaft / Kindliche Erkrankungen / Infektionserkrankungen (Aids/Hepatitis…) / Suchterkrankungen / Herz-Kreislauferkrankungen, usw.

Exkursionen oder FremdreferentInnen ermöglichen unmittelbare Einblicke in präventions- und selbsthilfebezogene Arbeitsfelder und Bereiche der öffentlichen Gesundheitsversorgung / Gesundheitssicherung.

Die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Seminar und zwei gesundheitsbezogenen Fortbildungsveranstaltungen nach persönlichem Interesse werden erwartet. Das Erstellen eines Präventions- / Informationsflyers zu einem frei gewählten Gesundheitsthema und evtl. eine Kurzpräsentation vor der Gruppe sind notwendige Studienleistungen. Prüfungsäquivalent werden sie in Kombination mit einer Hausarbeit.

Handlungsspezifische Vertiefung "Diakonie und Caritas" (Prof. Dr. Werner Müller-Geib)

Vertraut mit dem Selbstverständnis christlicher Diakonie verstehen die Studierenden biblische Texte als eine Basis sozialarbeiterischen Handelns in der heutigen pluralen Gesellschaft. Sie bearbeiten grundlegende kirchliche Dokumente zur Arbeit mit Randgruppen und sehen in christlicher Spiritualität eine Ressource professionellen sozialen Arbeitens.

Handlungsspezifische Vertiefung "Religiöse Diversität in der Sozialen Arbeit" (Dr. Frank van der Velden)

Unsere Welt ist divers, gerade in der Sozialen Arbeit. Der Plural der Religionen und Kulturen ist dort überall der Normalfall. Der „Faktor Religion“ löst in der Arbeit mit migrierten und geflüchteten Menschen aber immer wieder auch Fragen und Unsicherheiten aus. Dabei geht es häufig nicht nur um formales Wissen über die Religionen wie beispielsweise von orientalischen Muslimen und Christen. Vielmehr begegnen sich hier Menschen in einer großen individuellen Vielfalt von Wertvorstellungen und Bedarfen. Wie gehe ich in der Sozialen Arbeit souverän mit dieser religiösen Vielfalt um? Welche Ressourcen bietet dieses Feld, welche Risiken begegnen mir?

Die handlungsspezifische Vertiefung vermittelt über 2 Semester vielfältige Möglichkeiten für eine religionssensible und rassismuskritische Soziale Arbeit und für eine neu reflektierte Form von sozialpädagogischer Professionalität, die Kooperationen und Netzwerkarbeit mit migrantischen Eigenorganisationen vor Ort mit einschließen. Verpflichtend ist die Teilnahme an zwei Seminaren und eine abschließende Studienleistung in Form einer fachlich reflektierten Skizze für ein Praxis-Projekt.