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Kirchliche Flüchtlingshilfe

Fortbildungsreihe für den pastoralen Dienst startet in einen neuen Durchlauf

v.l.: Bischofsvikar Prälat Dietmar Giebelmann, Joanna Worytko (Stabsstelle Migration/Integration Bistum Mainz), Bischof Dr. Peter Kohlgraf, Rektor Prof. Dr. Martin Klose, Dr. Henriette Litta (Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Migration und Integration)

Mit einer Begrüßung durch Bischof Dr. Peter Kohlgraf, Bischofsvikar Prälat Dietmar Giebelman und Rektor Prof. Dr. Martin Klose ist heute an der Katholischen Hochschule Mainz die Fortbildungsreihe Kirchliche Flüchtlingshilfe in einen neuen Durchlauf gestartet. „Die Auseinandersetzung mit der Thematik darf kein Strohfeuer bleiben. Daher halte ich es für wichtig, Kontinuität zu gewährleisten und freue mich, dass mit der Fortsetzung der Fortbildungsreihe die Arbeit weitergeht“, betonte Kohlgraf.

„Von der Willkommenskultur zur Integrationskultur“ – unter dieser inhaltlichen Fokussierung steht der zweite Durchlauf des Bildungsangebots. Nach einer Zeit, in der das erste Ankommen und der Schutz geflüchteter Menschen die zentrale Herausforderung darstellten, stehe man in der Flüchtlingsarbeit mittlerweile insbesondere vor Herausforderungen, die die Förderung und Integration betreffen, sagte Bischof Kohlgraf. Das Programm der Fortbildungsreihe sei inhaltlich an diese Entwicklungen angepasst worden. So stehen beispielsweise die Themen Vielfalt der Kirchen und Religionen sowie die Folgen für das gemeinsame Zusammenleben im Mittelpunkt.

Das Angebot richtet sich an alle pastoralen Berufsgruppen. In sieben halbtägigen Modulen beschäftigen sich die Teilnehmenden mit empirischen, rechtlichen und theologischen Aspekten der Flüchtlingshilfe sowie den Möglichkeiten und Grenzen des pastoralen Dienstes. Die Module werden regelmäßig angeboten und sind frei wählbar. Unter der Leitung von Dr. Henriette Litta, Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Migration und Integration, stand zum heutigen Beginn die Auseinandersetzung mit den wichtigsten Fakten zu den Herkunftsländern, Fluchtgründen sowie zur materiellen, sozialen und individuellen Situation Schutzsuchender auf dem Programm.

Die Fortbildungsreihe ist aus einer Kooperation der Katholischen Hochschule Mainz und des Bistums Mainz erwachsen und wurde 2016 erstmals angeboten. Die Veranstaltungen finden in den Räumlichkeiten der Hochschule statt. „Wir betrachten Migration und Integration als Querschnittsthemen, die alle Disziplinen der Hochschule betreffen. Sie beeinflussen sowohl den wissenschaftlichen Diskurs als auch die Praxis des Sozial- und Gesundheitswesens sowie der pastoralen Arbeit. Als Hochschule ist es uns ein Anliegen, nicht nur durch die Qualifizierung unserer Studierenden und die Entwicklung neuer Studienangebote, wie den Internationalen Bachelorstudiengang Sozialwissenschaften: Migration und Integration, in Kirche und Gesellschaft hinein zu wirken. Auch die wissenschaftliche Weiterbildung ist eine zentrale Aufgabe der KH Mainz“, sagte Rektor Prof. Dr. Martin Klose.

Weitere Informationen zu den Themen und Terminen der einzelnen Module sowie zur Anmeldung erhalten Interessierte bei der Stabsstelle Migration/Integration des Bistums Mainz (Tel.: 06131-253568 | migration@bistum-mainz.de).