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„Talentiert: Ihr sollt ein Segen sein!“

Am 21.07.2017 haben die diesjährigen Absolventen/-innen der KH Mainz ihren erfolgreichen Studienabschluss im Hohen Dom zu Mainz gefeiert.

Zur Feier des Tages wehten vor dem Mainzer Dom die Fahnen der KH Mainz. (Bild: KH Mainz)

„Wir suchen hier nicht den Superstar, der alle zu überstrahlen scheint“, betonte Rektor Prof. Dr. Martin Klose in seiner Predigt zur Abschlussfeier 2017, die am 21.07.2017 im Mainzer Dom stattfand. „Talentiert: Ihr sollt ein Segen sein“ – um dieses Motto habe man in der Vorbereitungsgruppe lange gerungen. Einigen erschien der Begriff Talent durch diverse Fernsehformate zu überstrapaziert und schlicht. Warum dieses Motto allerdings sehr wohl zur Studienabschlussfeier der KH Mainz passte, dürfte während des Gottesdienstes und der sich anschließenden akademischen Feier wohl kaum jemandem unter den rund 900 Gästen verborgen geblieben sein.

Über 300 Bachelor- und Masterstudierende der Fachbereiche Soziale Arbeit, Praktische Theologie und Gesundheit und Pflege haben in diesem Jahr ihr Studium an der KH Mainz erfolgreich beendet. „Jeder und jede von Ihnen hat hier etwas ganz Persönlich-Besonderes vorzuweisen. Etwas, das auch Ihrer beruflichen Professionalität eine ganz eigene Lebensfarbe gibt  - Ihre ganz persönliche, unverwechselbare Art und Weise ausmacht, Soziale Arbeit, einen Gesundheitsfachberuf oder Seelsorge zu praktizieren“, verdeutlichte Klose.

Sich selbst für seine Fähigkeiten feiern und bewundern lassen oder diese mit dem Einsatz für andere verbinden und damit „ein Segen sein“? Die Antwort hierauf gab Klose mit einem Blick auf die künftigen Tätigkeitsfelder der Absolventen/-innen: „Sie haben Ihr Können in der Sozialen Arbeit, den Gesundheitsfachberufen und der Seelsorge nicht für sich selbst erworben, sondern sie wollen damit anderen nützen - gerade solchen nützen, die es bitter nötig haben, dass man sich professionell um sie kümmert, ihnen Stimme und Gewicht verleiht.“ Talent und Erfolg werde letztlich immer auch durch viele und vieles andere ermöglicht. Das schmälere aber keinesfalls die eigene Leistung, die es am Studienende zu feiern gelte, ergänzte Klose.

Die Ehrung der Bachelor- und Masterabsolventen/-innen bildete den Mittelpunkt der akademischen Feier. Zur Gratulation bat Rektor Klose alle Studierenden eines Abschlusssemesters namentlich nach vorne. Aus den bis zur letzten Reihe gefüllten Bänken des Doms erhoben sich die Absolventen/-innen und machten sich auf den Weg durch den Gang des Mittelschiffes zum Altarraum. Dort wurden sie vom Dekan / der Dekanin des jeweiligen Fachbereichs empfangen und bekamen ein Präsent der Hochschule überreicht.

Ein besonderer Dank galt den Ehrenämtlern der Abschlusssemester. 24 Absolventen/-innen hatten sich während ihres Studiums ehrenamtlich in Gremien und Ausschüssen der hochschulischen Selbstverwaltung engagiert und ihre Fähigkeiten und Talente in die Weiterentwicklung verschiedenster Bereiche der Hochschule eingebracht.

Ingo Kunkel, Vorsitzender der Studierendenschaft der KH Mainz (SKH) e.V, bedankte sich in seiner Ansprache bei allen, die das Hochschulleben in der Studierendenschaft aktiv mitgestaltet haben. Drei Absolventen zählen nun zu den Ehrenmitgliedern des SKH e.V.: Evi Schwarzkopf, Pascal Donau und Ruben Manger.

Zum Abschluss der Feier hatten die Absolventen/-innen selbst das Wort. Spannend – im Sinne von fesselnd, mitreißend aber auch dramatisch und nervenzerreißend. Mit diesem Wort beschrieb Sabine Matulenski, Studierendenvertreterin des Fachbereichs Gesundheit und Pflege, die zurückliegende Studienzeit. Ein Dank galt den Familien, Freunden und Dozenten, die diese Gemütszustände mit den Studierenden erlebt, ausgehalten und durchgestanden hätten.
Laura Sünder und Kerstin Trierweiler, die für die Studierenden des Fachbereichs Praktische Theologie sprachen, betonten das faire und kollegiale Miteinander zwischen Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden. In ihren Dank bezogen sie auch die Kommilitonen ein – für drei tolle gemeinsame Jahre an der KH Mainz.

„Weshalb haben wir diesen Studiengang damals eigentlich gewählt?“, fragte Natalie Bauer, Vertreterin des Fachbereichs Soziale Arbeit, in ihrer Ansprache. Die Antwort könne man im Motto der Abschlussfeier finden. Die Absolventen/-innen hätten eine sinnstiftende Aufgabe in einem Tätigkeitsbereich für sich entdeckt, in dem sie eine Bereicherung für andere sein können und den sie zu ihrem Beruf machen wollten.

Rektor Prof. Dr. Martin Klose gab den Absolventen/-innen zum Abschluss seiner Predigt einen Wunsch mit auf den weiteren Lebensweg: „ Es geht nicht um Superstars und doch zielt das Wort Talent auf jeden und jede einzelne von ihnen. Entdecken Sie also immer mehr, was wirklich in Ihnen steckt und setzen Sie es ein für sich und andere – das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen!“