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Forschungsförderung durch den Bund

"Lebensqualität durch soziale Innovationen (FH-Sozial)" im Rahmen des Programms "Forschung an Fachhochschulen"

2017 wurde die Förderlinie SILQUA-FH des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) abgelöst von der neuen Förderlinie „Lebensqualität durch soziale Innovationen (FH-Sozial)“. Die Förderlinie unterstützt Forschungs- und Entwicklungsprojekte (FuE-Projekte) von Fachhochschulen (FH), die in den angewandten Sozialwissenschaften/Soziale Arbeit, Gesundheits- oder Pflegewissenschaften angesiedelt und auf soziale Innovationen für praxisorientierte Lösungen zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen ausgerichtet sind. Das BMBF orientiert sich damit an dem in der Hightech-Strategie der Bundesregierung formulierten „Leitbild eines innovativen Deutschlands“: Die Förderung soll die Fortentwicklung einer Gesellschaft unterstützen, die Neuem gegenüber aufgeschlossen ist, die sich für Zukunftstechnologien und Innovationen begeistert, den Menschen in den Mittelpunkt stellt und in deren Innovationskultur die verantwortliche Abschätzung gesellschaftlicher Chancen und Risiken fest integriert ist.

Ziel 

Kernziel der Förderlinie „FH-Sozial“ ist es, durch Forschung soziale Innovationen für praxisorientierte Lösungen zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen zu entwickeln und zu implementieren. Die Forschung soll dabei abzielen auf praktisch-organisatorische Lösungen, veränderte soziale Praktiken, neue Konstellationen bereits etablierter Praktiken, optimierte Prozesse und effiziente Strategien sowie auf daraus neu entstehende Dienstleistungen und Unterstützungsangebote. Oft sind dabei zugleich neue Technologien und passende Organisationskonzepte einzubeziehen.

Im Rahmen dieser Förderrichtlinie können Projektskizzen zu nachfolgenden Themenfeldern eingereicht werden:

In den Themenfeldern 2.1 und 2.2 sollen sozial-, gesundheits- oder pflegewissenschaftliche Forschungsansätze interdisziplinär vorrangig mit Ansätzen der Ingenieur-, Natur- und/oder Wirtschaftswissenschaften kombiniert werden und somit zur Entwicklung von sozialen Innovationen führen. Im Themenfeld 2.3 sollen Ansätze aus den Fachbereichen/Disziplinen Medien-, Kommunikations-, Informations- und Managementwissenschaften oder ähnlichen Wissenschaften mit den Gebieten der angewandten Sozialwissenschaften/Sozialen Arbeit, der Gesundheits- oder Pflegewissenschaften kombiniert werden.

Voraussetzung

Es werden ausschließlich interdisziplinäre FuE-Projekte gefördert – entweder FH-intern (d. h. eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von mindestens zwei Professorinnen/Professoren unterschiedlicher Disziplinen einer FH) oder zwischen mindestens zwei FH (Verbundprojekte, siehe Nummer 4). Es werden nur FuE-Projekte gefördert, deren fachlicher Schwerpunkt eindeutig den/der angewandten Sozialwissenschaften/Sozialen Arbeit, den Gesundheits- bzw. Pflegewissenschaften zuzuordnen ist und deren Koordination bei einer Professorin/einem Professor aus diesen Fachbereichen/Disziplinen angesiedelt ist (siehe FAQ unter https://www.projekt-portal-vditz.de/forschung_an_fh_sozial2017).

Um den Anwendungsbezug und den Wissens- und Ergebnistransfer sichtbar zu verbessern und die bundesweite Übertragbarkeit auf andere vergleichbare Regionen oder Institutionen zu unterstützen, ist im Rahmen des FuE-Projekts eine Wissenschafts-Praxis-Kooperation (WPK) zwischen der FH (bzw. den FH bei Verbundvorhaben) und mindestens einem einschlägig regional und/oder überregional tätigen Praxispartner aus Wirtschaft, freier Wohlfahrtspflege, Selbsthilfevereinen, Genossenschaften, ehrenamtlich Tätigen bzw. deren Verbänden/Organisationen oder ­öffentlicher Verwaltung erforderlich.

Finanzierung

Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Bemessungsgrundlage sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben, die bis zu 100 % (Vollfinanzierung) gefördert werden können.

Als Projektlaufzeit sind maximal 36 Monate vorzusehen. Ist im Projekt mindestens eine kooperative Promotion vorgesehen, kann die Laufzeit maximal 48 Monate betragen, vorausgesetzt, es liegt spätestens ein Jahr nach Beginn der Projektlaufzeit ein verbindlicher Nachweis der kooperierenden Universität über die Durchführung der im FuE-Projekt bearbeiteten kooperativen Promotion/en vor.

Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt.

Das BMBF hat folgenden Projektträger mit der Durchführung des Programms "Forschung an Fachhochschulen", der Koordinierung des Begutachtungsverfahrens und der Betreuung der einzelnen Projekte einschließlich der Auswertung und Erfolgskontrolle beauftragt:

VDI-Technologiezentrum GmbH
Projektträger Forschung an Fachhochschulen
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf

Ansprechpartnerin:

Dr. Christina Hilgers
Telefon: +49 2 11/62 14-5 18
Telefax: +49 2 11/62 14-4 84
E-Mail: hilgers[at]vdi(dot)de
Internetseite: http://www.vditz.de/forschungsfoerderung/Fachhochschulen

 

Förderdatenbank des Bundes

Die Förderdatenbank des Bundes bietet schnelle Hilfe bei der Suche nach passenden Förderprogrammen auf Bundes-, Landes- oder EU-Ebene. Mit Hilfe einer Suchmaske können verschiedene Förderkriterien und Suchbegriffe kombiniert werden.

 

 

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