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Gudn Aamd Tula!

Langjährige Kooperation mit russischer Partnerhochschule fortgeführt: Studierende und Lehrende der Staatlichen Pädagogischen Leo Tolstoi Universität Tula zu Gast an der KH Mainz.

Gruppenbild in der Aula der KH Mainz. Erste Reihe von rechts: Prof. Dr. Alexander Bogatov, Prof. Ruth Remmel-Faßbender, Prof. Dr. Ekaterina Romashina und Prof. Dr. Kira Nierobisch.

Prof. Dr. Alexander Bogatov überbrachte die Grußworte des Rektors der Leo Tolstoi Universität Tula, Prof. Dr. Vladimir Panin, an Prof. Ruth Remmel-Faßbender für ihre Verdienste um die langjährige Partnerschaft beider Hochschulen.

Erstes Kennenlernen der deutschen und russischen Studierenden.

Auf den Spuren Gutenbergs: Druck-Workshop im Gutenberg-Museum.

Gemeinsamer Sommerabend in der Mainzer Altstadt. (© alle Bilder KH Mainz)

Gudn Aamd – wahrscheinlich ist dieser fröhliche Gruß der Mainzelmännchen nun auch gelegentlich an der Staatlichen Pädagogischen Leo Tolstoi Universität in Tula, Russland zu hören, mit der die KH Mainz seit 13 Jahren eine Hochschulkooperation pflegt. Zum fünften Mal haben die Verantwortlichen des Fachbereichs Soziale Arbeit der KH Mainz Ende Juni eine Studierendengruppe aus Tula an der Hochschule begrüßen dürfen. „Die Mainzelmännchen und ihren Ausruf haben die zehn Studierenden aus Tula während ihrer Woche in Mainz auf jeden Fall liebgewonnen und intensiv geübt“, lacht Prof. Dr. Kira Nierobisch, die zusammen mit Prof. Ruth Remmel-Faßbender und Studierenden der KH Mainz die Gäste begleitete.

„16 Mainzer Studierende fungierten während des Besuchs als sogenannte studentische Buddies. Das bedeutet, sie begleiten die Gäste bei allen Unternehmungen, stehen für sämtliche Fragen zur Verfügung, sind am fachlichen und kulturellem Programm beteiligt und planen eigenständig gemeinsame Aktivitäten“, erklärt Nierobisch. Das Engagement der Studierenden sei sehr groß gewesen und der intensive Kontakt zwischen den Studierenden beider Länder habe zu einem sehr lebendigen Miteinander geführt, betont Nierobisch: „Ich glaube, dass Austausch dann funktioniert, wenn die Studierenden in Kontakt kommen, auch informell und in inoffiziellen Kontexten. Persönliche Eindrücke austauschen, Fragen stellen, Lebenswelten erfahren und dabei Gemeinsames und Unterschiedliches kennenlernen – das ist ein zentrales Ziel einer solchen Hochschulkooperation.“

Für ihre Gäste hatten die Mainzer ein vielseitiges Programm organsiert: Exkursionen zu verschiedenen Einrichtungen der Sozialen Arbeit, ein gemeinsames interkulturelles Training, Stadtführungen in Mainz und Wiesbaden oder der Besuch des Gutenberg Museums mit einem Workshop zur Druckkunst zählten dazu. Anhand von Vorträgen gaben die russischen Studierenden einen breiten Einblick zu aktuellen Entwicklungen und Themen der Sozialen Arbeit in Russland. „Studentisches Leben in Mainz konnten die russischen Studierenden zusammen mit unseren Buddies natürlich auch erleben. Zum Beispiel auf dem Johannisfest oder unserem KH-Sommerfest. Zusammen die Sommerabende am Rhein genießen, das zählte für Gäste wie Buddies zu den schönsten Momenten der gemeinsamen Woche“, erzählt Prof. Dr. Kira Nierobisch.  

Die Partnerschaft mit Tula ist die älteste internationale Kooperation der Hochschule. Sie wurde seitens der KH Mainz von Prof. Dr. Wolfgang Feuerhelm und Prof. Ruth Remmel-Fassbender initiiert. Zu den Initiatoren zählt auch Prof. Dr.  Alexander Bogatov, der zusammen mit der Dekanin des Fachbereichs Soziale Arbeit, Prof. Dr. Ekaterina Romashina, auch in diesem Jahr die Studierenden aus Tula begleitete. Anlässlich des Ruhestandes von Prof. Ruth Remmel-Faßbender im Sommer dieses Jahres übermittelte Prof. Dr.  Alexander Bogatov im Namen des Rektors der Leo Tolstoi Universität Tula, Prof. Dr. Vladimir Panin, die Grüße und Anerkennung für die geleistete Arbeit. „Wir schätzen ihren wichtigen Beitrag zur methodischen Bildungsarbeit der Universität, zum Bildungsprozess und zur Umsetzung gemeinsamer großangelegter Projekte sehr hoch ein. Wir sind stolz, dass Sie zu den Honorarprofessoren unserer Universität gehören“, betont Panin in seiner Grußschrift.

Künftig wird Prof. Dr. Kira Nierobisch seitens der KH Mainz die Partnerschaft mit Tula federführend betreuen. „Ich freue mich auf den Gegenbesuch im nächsten Jahr. Hierfür sind die Vorbereitungen bereits in vollem Gang und das Interesse unserer Studierenden – darunter viele unserer Buddies - ist erfreulicherweise sehr groß“, berichtet Nierobisch. Für die weitere Entwicklung der Kooperation wünsche sie sich vor allem, dass sich der Austausch unter den Studierenden noch weiter verstärkt. „Ich hoffe, dass unsere Studierenden im nächsten Jahr viele Eindrücke mitnehmen können – sowohl in Bezug auf die Soziale Arbeit, als auch in der persönlichen Begegnung mit den Menschen vor Ort.“ Der Ausbau gemeinsamer Publikationsprojekte deutscher und russischer Kollegen oder des Praktikumsaustauschs seien perspektivisch ebenfalls im Blick. Zum Abschluss des offiziellen Programms der Studienwoche überraschte Kira Nierobisch Gäste und Buddies mit einem „Hurra-Geschafft-Abschiedsgruß“ der Mainzelmännchen. Eine kleine Erinnerung, bis es im Sommer 2020 für 10 Studierende und ihre Begleiter der KH Mainz heißen wird: Gudn Aamd Tula!